Konjunktur

Notenbank will Euro-Höhenflug nicht bremsen

Europas Währungshüter lassen sich auch durch wachsenden politischen Druck nicht von ihrem Kurs abbringen.

Anders als etwa die französische Regierung macht sich die Europäische Zentralbank (EZB) vorerst keine Sorgen wegen der jüngsten Aufwertung des Euro. „Sie ist ein Zeichen der Rückkehr des Vertrauens in den Euro“, sagte EZB-Präsident Mario Draghi in Frankfurt/Main. Langfristig bewege sich der Euro in der Nähe seines Durchschnittswerts.

Seit Sommer 2012 hat der Euro zu vielen Währungen aufgewertet, so zum Yen, zum Dollar und zum britischen Pfund – auch wegen einer sehr lockeren Geldpolitik in Japan und den USA. Waren aus dem Euro-Raum werden so im außereuropäischen Ausland teurer, das könnte die konjunkturelle Erholung im Euro-Raum gefährden. Frankreichs Staatspräsident François Hollande hatte deshalb für eine aktive Wechselkurspolitik geworben, was vor allem in Deutschland abglehnt wird. Den Leitzins hielt die EZB, wie erwartet, auf dem Rekordtief von 0,75 Prozent.