Technik

Zahlen mit EC-Karte wird von Ende Februar an sicherer

Kartenzahlungen und das Geldabheben am Automaten erfolgen in wenigen Wochen nach Angaben von Banken und Sparkassen nur noch über ein besonders sicheres Verfahren.

Von Ende Februar an werden Kartenzahlungen mit PIN und das Geldabheben nicht mehr über den Magnetstreifen auf den Rückseiten der Karten abgewickelt, wie der Branchenverband „Die Deutsche Kreditwirtschaft“ meldete. Stattdessen werde dieser Geldverkehr nur noch über die Mikrochips auf den Kartenvorderseiten abgewickelt. Für Lastschriften mit Unterschrift sei aber weiter der Magnetstreifen wichtig.

Die Branche stellt im Zuge des einheitlichen europäischen Zahlungsverkehrsraums (Sepa) um. In den vergangenen Jahren wurden bereits alle 93 Millionen EC-Karten in Deutschland durch Exemplare mit den Chips ersetzt. Künftig verringere sich dadurch bei Kartenzahlungen mit Geheimzahl das Betrugsrisiko, meldete die Kreditwirtschaft. Betrüger könnten die auf den Chips gespeicherte Daten nicht wie bei den Magnetstreifen abgreifen und Kartenkopien anfertigen. Die Chips seien „fälschungssicher und nicht duplizierbar“, die Daten könnten darauf verschlüsselt hinterlegt werden. Alle 60.000 Geldautomaten in Deutschland seien bereits seit Herbst 2012 mit neuer Kartenlesetechnik ausgerüstet, hieß es. Auch die Terminals für Kartenzahlungen an den Kassen im Handel seien entsprechend ausgestattet.

Beim Electronic-Cash-Verfahren mit Karte und Geheimzahl wird über den Chip die Echtheit der Karte geprüft sowie mit der PIN die Berechtigung zur Kartennutzung. Auch wird über das Internet der Kontostand des Einkäufers abgeglichen. Dies bringt dem Händler mehr Sicherheit, die eine Zahlungsgarantie erhält. Dafür fallen aber auch Gebühren an.

Auf den Magnetstreifen sind Daten wie Kontonummer und Bankleitzahl hinterlegt. Beim Zahlen per Lastschrift werden diese Daten gelesen, ausgedruckt und vom Kunden unterschrieben. Damit erteilt er eine Einzugsermächtigung.