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Tarif-Streit: Gewerkschaft fordert mehr Lohn für Gebäudereiniger ++ Ladegeräte: EU droht den Herstellern von Handys ++ Intersport: Wetterkapriolen dämpfen Wachstum des Verbunds

Gewerkschaft fordert mehr Lohn für Gebäudereiniger

Für Deutschlands größtes Handwerk Gebäudereinigung mit rund 530.000 Beschäftigten fordert die Gewerkschaft mehr Geld. Zunächst soll die unterste Entgeltgruppe in Westdeutschland um 70 Cent angehoben werden, teilte die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) am Sonntag mit. In einer zweiten Stufe soll diese um weitere 65 Cent steigen. Für den Osten wird eine deutliche Angleichung der Löhne an das Westniveau verlangt. Im ersten Schritt soll das Ostniveau nach dem Willen der Gewerkschaft auf 88 Prozent des Westlohns steigen, in einem weiteren Schritt auf dann 92 Prozent. Die IG BAU hatte bereits 2011 mit den Arbeitgebern vereinbart, dass spätestens im Jahr 2019 keinen Unterschied zwischen Ost und West mehr geben soll. Für die Fachkräfte der Glas- und Fassadenreinigung soll der Stundenlohn im Westen zunächst um 87 Cent steigen und in einem zweiten Schritt um 80 Cent. Das Ost- zum Westniveau soll entsprechend der Regelung in der Innenreinigung angehoben werden. Verhandelt wird ab dem 22. Februar.

EU droht den Herstellern von Handys

EU-Industriekommissar Antonio Tajani drängt die Handyhersteller, weiter einheitliche Ladegeräte anzubieten. „Ende 2012 lief eine freiwillige Vereinbarung der Handy-Hersteller ab, die sich darauf geeinigt hatten, nur noch ein universelles Ladegerät für alle Modelle zu verwenden“, sagte Tajani dem Magazin „Focus“. „Dieses Memorandum of Understanding ist bisher nicht verlängert worden. Sollten die Hersteller diese Vereinbarung bis Ende Februar nicht erneuern, wird die EU sie dazu verpflichten.“ Im Interesse der Verbraucher wären laut Tajani ähnliche Vereinbarungen auch für andere Produkte wünschenswert. „Denken Sie an das Zubehör für Computer und alle Arten von digitalen Geräten. Auch hier möchte ich, dass die Industrie sich auf mehr Einheitlichkeit einigt.“

Wetterkapriolen dämpfen Wachstum des Verbunds

Das warme Wetter im Weihnachtsgeschäft hat das Umsatzplus bei Deutschlands größtem Sportfachhändler-Verbund Intersport kleiner als erwartet ausfallen lassen. 2012 seien die Erlöse um 2,2 Prozent auf 2,76 Milliarden Euro gestiegen, teilte der Verbund mit Sitz in Heilbronn am Sonntag mit. Mitte Dezember hatte Intersport noch mit einem Anstieg von vier Prozent gerechnet. „Weihnachten war deutlich zu warm und hat uns im Jahresendspurt wertvolle Prozentpunkte Wachstum gekostet“, sagte Vorstand Klaus Jost laut Mitteilung bei der Sportartikelmesse Ispo in München. Angaben zum Ergebnis machte Intersport nicht.