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Werbungskosten

Streit Für das Steuerjahr 2012 gibt es eine entscheidende Änderung für Leute, die Immobilien verbilligt an Angehörige vermieten. Bisher mussten die Vermieter, sofern die Miete zwischen 56 und 75 Prozent der ortsüblichen Miete lag, in einer „Ertragsprognose“ nachweisen, dass sie mit der Vermietung Einkünfte erzielen wollen. „Das hat häufig zu Streit zwischen Steuerzahlern und Finanzämtern geführt“, sagt Wolfgang Wawro vom Steuerberaterverband Berlin-Brandenburg. Denn nur wenn die Ertragsprognose positiv ausfiel, konnten die Steuerzahler die Werbungskosten für die Immobilie voll steuerlich geltend machen.

Änderung Seit 2012 gilt: Wenn die Miete 66 Prozent der ortsüblichen Miete beträgt, können sich Steuerzahler die Ertragsprognose sparen. Die Werbungskosten sind in voller Höhe absetzbar. Dazu gehören Ausgaben für Renovierung oder die Finanzierung der Immobilie. Liegt die Miete unter 66 Prozent, können die Werbungskosten nur anteilig verrechnet werden.