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Selbstständige

Überschuss In die „Anlage S“ müssen Steuerzahler Einkünfte aus selbstständiger Arbeit eintragen. Freiberufler dürfen ihren Gewinn in der Regel in einer einfachen Einnahmen-Überschussrechnung ermitteln. „Nur wenn die Bruttoeinnahmen 17.500 Euro übersteigen, muss zusätzlich die ‚Anlage EÜR‘ ausgefüllt werden“, sagt Peter Kauth von Steuerrat24.de. Diese Grenze von 17.500 Euro gilt auch für Leute, die Einkünfte aus einem Gewerbebetrieb erzielen. Sie tragen ihre Einkünfte in die „Anlage G“ ein.

Abgrenzung In der Praxis lassen sich Gewerbebetriebe und selbstständige Tätigkeiten nur schwer voneinander abgrenzen. „Bei einer freiberuflichen Tätigkeit steht die geistige, schöpferische Arbeit im Vordergrund“, sagt Kauth. Rechtsanwälte, Journalisten, Dolmetscher oder Architekten sind Beispiele für selbstständige Tätigkeiten. Bei Gaststätten, Handwerks- oder Handelsbetriebe handelt es sich um Gewerbebetriebe.

Befreiung Doch ganz gleich, ob Sie Einkünfte aus einer selbstständigen Tätigkeit oder einem Gewerbebetrieb erzielen. Übersteigen die Bruttoeinnahmen 17.500 Euro, müssen Sie die „Anlage EÜR“ ausfüllen. Kleinunternehmen mit einem Bruttoumsatz von weniger als 17.500 Euro können wählen, ob sie auf die Umsatzsteuerbefreiung verzichten wollen, das ist allerdings für fünf Jahre bindend. Der Verzicht auf Umsatzsteuerbefreiung kann vorteilhaft sein, wenn größere Anschaffungen geplant sind oder Sie ausschließlich Leistungen für Unternehmen erbringen. Dafür ist die in Rechnung gestellte Umsatzsteuer ein durchlaufender Posten und nicht kostensteigernd.