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Haushaltshilfen

Handwerker Wer 2012 einen Gärtner, eine Haushaltshilfe, einen Handwerker oder andere Dienstleister in seinem Haushalt beschäftigt hat, kann die Ausgaben in der Steuererklärung verrechnen. Weil der Staat die Aufwendungen direkt von der Steuerschuld abzieht, können sich viele so eine Rückzahlung sichern. Wie hoch der Betrag ist, den Steuerzahler verrechnen können, hängt in erster Linie davon ab, in welcher Form die Hilfe im Haushalt beschäftigt ist. Bei einer geringfügigen Beschäftigung akzeptieren die Beamten 20 Prozent der Kosten, maximal 510 Euro. Ist die Hilfe im Haushalt sozialversicherungspflichtig angestellt oder selbstständig tätig, können Steuerzahler 20 Prozent der Kosten, maximal 4000 Euro verrechnen. Von den Kosten für Handwerkerleistungen rechnen Steuerzahler 20 Prozent, maximal 1200 Euro ab.

Haushalt „Wichtig ist, dass die haushaltsnahen Dienstleistungen im Haushalt des Auftraggebers erbracht werden“, sagt Peter Kauth vom Internetportal Steuerrat24.de. Eltern, die eine selbstständige Tagesmutter für die Betreuung der Kinder im eigenen Haushalt engagieren, können das Finanzamt an den Kosten beteiligen. Wer seine Sprösslinge hingegen morgens zur Tagesmutter fährt, kann die Ausgaben nicht als haushaltsnahe Dienstleistungen verrechnen. Die Finanzgerichte beschäftigen sich aktuell mit der Frage, ob Dienstleistungen, die auf öffentlichen Gehwegen am Grundstück des Steuerzahlers geleistet werden – wie beispielsweise das Schneeräumen – abgerechnet werden können. So hat das Finanzgericht Berlin-Brandenburg das Schneeräumen als haushaltsnahe Dienstleistung anerkannt. Betroffene sollten daher gegen den Steuerbescheid Einspruch einlegen und auf das vor dem Bundesfinanzhof anhängige Verfahren verweisen (Az.: VI R 55/12).

Garten Von der Absetzbarkeit haushaltsnaher Dienstleistungen profitieren auch Wohnungseigentümer und Mieter. Sie können einen Teil der Nebenkosten, etwa für Hauswart, die Pflege des Gartens, Schornsteinfeger oder Wartungsarbeiten steuerlich verrechnen. Diese Regelung gilt auch für Heimbewohner, die im Heim ein eigenes Appartement bewohnen. Steuerzahler können die Ausgaben für die Hilfen jedoch nur dann steuerlich geltend machen, wenn der Dienstleister eine Rechnung ausstellt und sie den Betrag überweisen. Die Finanzbeamten können im Zweifelsfall verlangen, dass sie einen Kontoauszug vorlegen.