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Lebensmittelpreise: Verbraucher zahlen mehr für Früchte und Fleisch ++ Deutsche Post: Konzern erwartet Wachstum durch Berliner Allyouneed ++ Opel: Dieselmotoren sollen Werk in Bochum retten

Verbraucher zahlen mehr für Früchte und Fleisch

Fleisch und Obst sind im vergangenen Jahr in Deutschland deutlich teurer geworden. Während die Inflation bei 2,0 Prozent lag und die Nahrungsmittelpreise im Schnitt um 3,2 Prozent zulegten, verteuerte sich Obst um 4,4 Prozent. Fleisch und Wurstwaren kosteten sogar 5,4 Prozent mehr, wie das Marktforschungsunternehmen GfK unter Berufung auf Daten des Statistischen Bundesamtes in Nürnberg mitteilte. Gemüse hingegen verzeichnete ein moderates Plus von 1,7 Prozent. Die Preise für Obst und Gemüse zogen zum Jahresende kräftig an: Obst war im Dezember fast zehn, Gemüse gar zwölf Prozent teurer als im Vorjahr. Bei den Backwaren machten sich den Angaben zufolge die höheren Getreidepreise bemerkbar, die im Dezember 30 Prozent über dem Vorjahresniveau lagen. Grund für den Preisanstieg beim Fleisch seien steigende Futtermittelpreise gewesen.

Konzern erwartet Wachstum durch Berliner Allyouneed

Das Paketgeschäft der Deutschen Post wird nach Ansicht von Vorstandschef Frank Appel weiter vom boomenden Online-Handel profitieren, das Wachstum dürfte sich aber abschwächen. „Wir werden dort in den kommenden Jahren nicht weiterhin mit prozentual zweistelligen Wachstumsraten zulegen können“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Post DHL der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. „Aber wir erwarten durchaus ein jährliches Wachstum des Paketmarktes von 5 bis 7 Prozent.“ Im Filial- und Briefkastennetz seien keine weiteren Einschnitte geplant. Außerdem werde die Post weiterhin samstags zustellen. Weiteres Wachstum erhofft sich Appel zum Beispiel durch den Lebensmittelhandel im Internet. „Die Briten decken schon rund 5 Prozent ihres Tagesbedarfs über Online-Bestellungen ab“, sagte der Post-Chef. DHL hat im November den Berliner Online-Supermarkt Allyouneed.de übernommen.

Dieselmotoren sollen Werk in Bochum retten

Die Gewerkschaft IG Metall bringt im Ringen um die Zukunft des Opel-Standorts Bochum den Aufbau eines Motorenwerks ins Spiel. Die Gewerkschaft wolle in den Sanierungsverhandlungen mit dem Management erreichen, dass Opel in Bochum weiter hochwertige Produktionsanlagen betreibe, etwa für Getriebe oder Dieselmotoren, sagte der Bezirksleiter des Bezirks Nordrhein-Westfalen, Knut Giesler, den Zeitungen der „WAZ“-Gruppe. Demnach böte das Motorenwerk Branchenkennern zufolge 400 bis 500 Beschäftigten Arbeit. Die Opel-Mutter General Motors (GM) will nach 2016 keine Fahrzeuge mehr am Standort Bochum mehr bauen.