Arbeitskampf

Ver.di setzt Streiks beim Energiekonzern E.on aus

Die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di hat den für Montag geplanten Streik beim Energieversorger E.on ausgesetzt.

Bei einem Spitzengespräch mit dem E.on-Vorstand am Freitagabend habe es eine Annäherung in dem Tarifkonflikt gegeben, teilte Ver.di am Sonnabend mit. Die Tarifparteien hätten in diesem Gespräch eine „ergebnisorientierte Position“ erarbeiten können, die in der kommenden Woche der Großen Tarifkommission vorgelegt werden solle. Über die Inhalte sei Stillschweigen vereinbart worden. Der Arbeitskampf werde bis zum 10. Februar ausgesetzt. Nach Gewerkschaftsangaben hatte der E.on-Vorstand zu dem Gespräch eingeladen. Das Unternehmen habe deutlich gemacht, dass es einen Arbeitskampf verhindern wolle. Ver.di führte dies auch auf das Ergebnis der Urabstimmung zurück, in der sich 91,4 Prozent der Mitglieder für Arbeitsniederlegungen ausgesprochen hatten. Den Angaben zufolge will die Tarifkommission über eine Wiederaufnahme der Tarifverhandlungen mit E.on entscheiden. Ver.di fordert zusammen mit der IG BCE für die 30.000 E.on-Beschäftigten 6,5 Prozent mehr Gehalt und für die Auszubildenden nach einem erfolgreichen Abschluss eine Weiterbeschäftigung für mindestens ein Jahr. Die Arbeitgeber boten in der dritten Verhandlungsrunde Lohnerhöhungen von 1,7 Prozent an.