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Sonstige Einkünfte

Unterhalt In der Anlage „Sonstige Einkünfte“ fragt das Finanzamt gleich ein ganzes Bündel an Einkünften ab. In die Zeilen 5 und 6 tragen Steuerzahler beispielsweise die Unterhaltsleistungen des Ex-Gatten ein. Das ist immer dann notwendig, wenn Sie zugestimmt haben, die Zahlungen zu versteuern. Im Gegenzug kann der Unterhaltszahler seine Aufwendungen bis zu 13.805 Euro als Sonderausgaben steuerlich geltend machen (siehe Teil 2 der Serie).

Verkauf Die „Anlage SO“ müssen Sie auch ausfüllen, wenn Sie mehr als 600 Euro Gewinn aus sogenannten privaten Veräußerungsgeschäften erwirtschaftet haben. Von einem Veräußerungsgeschäft sprechen die Finanzbeamten immer dann, wenn Sie beispielsweise Häuser, Grundstücke, Edelmetalle, Briefmarken, Schmuck oder Kunstgegenstände innerhalb der Spekulationsfrist verkaufen. Diese Frist beträgt für Häuser, Wohnungen und Grundstücke oder geschlossene Immobilienfonds zehn Jahre, für andere Wirtschaftsgüter ein Jahr.

Steuerfrei Gewinne bleiben bis zu 600 Euro im Jahr steuerfrei. Verkaufen Sie jedoch eines Ihrer Gemälde mit einem ordentlichen Plus innerhalb der Spekulationsfrist, dann müssen Sie den Betrag, der die 600 Euro übersteigt, in voller Höhe mit Ihrem individuellen Steuersatz versteuern.

Verlust „Verluste dürfen nur mit Gewinnen aus privaten Veräußerungsgeschäften verrechnet werden“, sagt Peter Kauth von Steuerrat24.de. Wer beispielsweise seine historische Vase innerhalb von zwölf Monaten mit einem Verlust verkauft, aber keine Gewinne aus Veräußerungsgeschäften erwirtschaftet hat, sollte unbedingt die „Anlage SO“ ausfüllen.

Vortrag Dann können die Finanzbeamten den Verlust festschreiben und mit Spekulationsgewinnen im vergangenen Jahr oder in den folgenden Jahren verrechnen. „Sind die Einkünfte aus privaten Veräußerungsgeschäften negativ, kreuzen Sie immer im Steuerhauptformular auf Seite 1 oben das Feld ‚Erklärung zur Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags‘ an“, rät Kauth.