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Fußball: TV-Sender dürfen ohne Lizenz Spielausschnitte senden ++ Wirtschaftskrise: Mädchen geraten ins Hintertreffen ++ Zuckerpreise: Europas Süßwarenindustrie unter Druck

TV-Sender dürfen ohne Lizenz Spielausschnitte senden

Fernsehsender dürfen auch ohne exklusive Ausstrahlungsrechte über die Fußball-Europa-League oder andere Großereignisse in Ausschnitten berichten. Der Rechteinhaber könne lediglich eine Kostenerstattung für den technischen Zugang zum Satellitensignal verlangen. Dies geht aus dem Urteil hervor, das der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg am Dienstag beschloss. Er bestätigte damit eine neue Regelung in der EU-Mediendienste-Richtlinie. (Aktenzeichen: C-283/11)

Mädchen geraten ins Hintertreffen

Die weltweite Wirtschaftskrise trifft Mädchen und Frauen nach einer aktuellen Studie am stärksten. Sie könnten ihre Rechte weniger wahrnehmen und seien daher die Verliererinnen, teilte das Kinderhilfswerk Plan International am Dienstag in Hamburg mit. „Lassen wir es weiterhin zu, dass Mädchen und Frauen in Krisenzeiten als Erste ins Hintertreffen geraten, kann es Entwicklung und Frieden nicht geben“, sagte die Geschäftsführerin von Plan Deutschland, Maike Röttger. Die wirtschaftliche Entwicklung, fest verwurzelte Geschlechterdiskriminierung und politische Sparmaßnahmen trügen dazu bei, dass Teilerfolge – wie Zugang zu Bildung oder Schutz vor Gewalt – wieder rückläufig sind.

Europas Süßwarenindustrie unter Druck

Die Süßwarenindustrie hat unter stark steigenden Rohstoffpreisen vor allem für Zucker schwer zu knabbern. Die aktuelle Situation für die 220 industriellen Hersteller in Deutschland sei bitter, sagte Bastian Fassin vom Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie am Dienstag vor Eröffnung der weltgrößten Süßwarenmesse ISM am Sonntag in Köln. 2012 sank der wichtige Export – erstmals seit 2005 – um vier Prozent auf knapp 1,7 Millionen Tonnen. Der Verbraucher konnte sich 2012 über die europaweit niedrigsten Preise für Süßes und Knabberartikel freuen, die aber in diesem Jahr steigen werden, wie der Arbeitskreis ISM ankündigte.