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Aktien-Betrug: TV-Börsenexperte Frick in Untersuchungshaft ++ Autokonzerne: China wichtigster Markt für die deutsche Hersteller ++ Skandal: Tombola mit Gratisdiensten von Arbeitslosen

TV-Börsenexperte Frick in Untersuchungshaft

Der frühere TV-Börsenexperte Markus Frick ist wegen des Verdachts auf Marktmanipulation und gewerbsmäßigen Betrugs verhaftet worden. Das bestätigten die Staatsanwaltschaft Frankfurt sowie die Finanzaufsicht BaFin. Sollte Frick aufgrund der neuen Anzeigen der BaFin verurteilt werden, droht ihm eine Haftstrafe. Er war im April 2011 wegen Marktmanipulation zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt worden. Der Schaden für Anleger in dem neuen Fall wird auf etwa fünf Millionen Euro geschätzt. Frick soll für die Versendung von Börsenbriefen mitverantwortlich gewesen sein. Die Abonnenten sollten ein Musterdepot nachbilden. Dabei versprachen die Macher des Newsletters, diese Aktien ebenfalls kaufen zu wollen. In Wahrheit sollen Aktien überteuert an Anleger verkauft worden sein sollen. Frick soll Aktien über einen Mittelsmann verkauft haben.

China wichtigster Markt für die deutsche Hersteller

China ist im vergangenen Jahr erstmals der wichtigste Absatzmarkt für die deutschen Nobelhersteller BMW, Audi, Mercedes und Porsche geworden. Sie verkauften mit insgesamt 959 000 Neuwagen so viele Autos wie in keinem anderen Markt der Welt. China übertrumpfte damit beim Absatz der deutschen Nobelmarken die Märkte in Deutschland und den USA. Das geht aus einer Untersuchung des Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen hervor. Zum Vergleich: 2005 lag der Gesamtabsatz von BMW, Mercedes & Co in China laut Untersuchung noch bei 104 000 Fahrzeugen. Im Heimatmarkt Deutschland, der 2012 insgesamt leicht im Minus lag, kamen die deutschen Premiumhersteller demnach auf 882 000 neu zugelassene Wagen, in den USA auf 837 000 Fahrzeuge.

Tombola mit Gratisdiensten von Arbeitslosen

Um eine Weihnachts-Tombola im rheinland-pfälzischen Bendorf (Landkreis Mayen-Koblenz) gibt es Wirbel. Bei der Aktion hat ein Dienstleister des Jobcenters Arbeitseinsätze von Langzeitarbeitslosen verlost, wie das Nachrichtenportal „Spiegel Online“ berichtete. Bei der Tombola des Trägers DG Mittelrhein auf dem Bendorfer Weihnachtsmarkt konnten Unternehmen Gratis-Dienste der Arbeitslosen gewinnen. Dazu zählten Fensterputzen oder die Gestaltung einer Internet-Seite. Zahlen mussten die 34 teilnehmenden Firmen nichts. Es sei darum gegangen, den Arbeitslosen durch den persönlichen Kontakt eine Chance bei den Unternehmen auf eine Anstellung zu geben. Der DGB kritisierte, die Verlosung als eine „menschenverachtende und entwürdigende Aktion“.