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Erste Gründerzeit

Arbeitskräfte Voraussetzung für den Aufschwung der Industrie in Berlin waren genügend engagierte Arbeitskräfte. Zwischen 1861 und 1864 nahm die Zahl der Einwohner allein um ein Fünftel zu. Sie strömten in die aufstrebende Stadt, um hier ihr Glück zu machen.

Löhne Die Löhne allerdings waren schlecht. Selbst die bestbezahlten Arbeiter in Maschinenbau-Unternehmen bekamen nur 140 bis 155 Mark Monatslohn – bei einer Arbeitszeit von wöchentlich 68 Stunden. Gelernte Malergehilfen, die selbstständig für den Anstrich einer Fassade sorgen konnten, bekamen mehr als 80 Mark Monatslohn, ungelernte Bauarbeiter dagegen oft nur die Hälfte.

Dienstleistungen Miserabel bezahlt waren Dienstleistungen: Näherinnen und Büglerinnen bekamen nicht mehr als 25 Mark Monatslohn, bei bis zu 72 Stunden Wochenarbeitszeit. Angesichts von Preisen von zehn Pfennig pro Pfund Brot war das zum Sterben zu viel, aber zum Leben eigentlich zu wenig. Auch Schumacher verdienten nur 30 bis 50 Mark.