Handel

Volkswagen verkauft erstmals mehr als neun Millionen Autos

Volkswagen legt im Rennen um die Pole Position unter den Autobauern ein rasantes Tempo vor.

Die Wolfsburger haben mit 9,07 Millionen ausgelieferten Fahrzeugen im vergangenen Jahr mehr Fahrzeuge verkauft denn je. Toyota und die Opel-Mutter General Motors dürften allerdings noch besser abgeschnitten haben. Doch VW setzt mit neuen Modellen und Werken alles daran, die Rivalen schon bald zu überholen. Im mexikanischen Silao wird an diesem Dienstag die 100. VW-Fabrik eröffnet.

Die VW-Verkäufe legten 2012 trotz eines schwächelnden Heimatmarkts konzernweit um mehr als 11 Prozent zu. Denn die Marken aus dem Volkswagen-Universum finden vor allem in den USA und in China immer mehr Käufer. Konzernchef Martin Winterkorn warnte in Detroit aber vor zu viel Überschwang. „Vor uns liegen große Herausforderungen“, sagte er. Er sehe den Konzern jedoch gut vorbereitet. In Detroit findet derzeit die wichtigste Automesse Nordamerikas statt.

Mit erwarteten 9,7 Millionen verkauften Autos dürfte Toyota in der Autowelt ganz vorne wegfahren, gefolgt von General Motors mit geschätzten 9,2 Millionen Stück. In beiden Fällen liegen allerdings noch keine endgültigen Zahlen vor. VW will spätestens 2018 die Spitze übernehmen. „In vielen Wachstumsmärkten konnten die Wolfsburger im vergangenen Jahr stark zulegen“, sagte Analyst Frank Schwope von der NordLB. „Ob die Wolfsburger in 2018 der größte Automobilhersteller der Welt sein werden, steht allerdings in den Sternen.“ Bislang sieht es gut aus: In den USA legte VW um satte 34 Prozent zu und knackte mit mehr als 596 000 abgesetzten Autos im vergangenen Jahr den Uralt-Rekord von 1970. Damals hatte noch der Käfer für reißenden Absatz gesorgt. Wichtigster Einzelmarkt für die Wolfsburger ist aber China. Hier legte der Konzern 2012 um ein Viertel auf 2,81 Millionen verkaufte Autos zu. Auf dem europäischen Markt blieb der Absatz mit 3,67 Millionen Autos konstant.