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Verbraucherschutz: Banken sollen Bargeld ohne Gebühren annehmen ++ Gleichstellung: FDP-Politikerin lehnt Mütterquote ab ++ Banken: Manager erhalten geringe Gehaltszuschläge ++ Fernsehen: Unternehmen klagen über neuen GEZ-Beitrag

Banken sollen Bargeld ohne Gebühren annehmen

Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) hat die Banken aufgefordert, auf Gebühren fürs Einzahlen von Münzen zu verzichten. „Zumindest für Kinder und eigene Kunden sollten Banken gratis Münzgeld entgegennehmen“, sagte Aigner dem Magazin „Focus“. Dies sei auch wichtig, um Jungen und Mädchen zu vermitteln, wie wichtig Sparen sei. Über die Praxis einiger Banken nach dem Motto „Bezahlen fürs Einzahlen“, wenn Kunden den Inhalt ihrer Sparschweine brächten, sei sie daher sehr irritiert.

FDP-Politikerin lehnt Mütterquote ab

Die Forderung nach einer „Mütter-Quote“ in Wirtschaft und Politik stößt auf Skepsis. Dies sei der „falsche Weg“, erklärte die frauenpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Nicole Bracht-Bendt, am Sonntag in Berlin. „Familien brauchen flexible Arbeitsbedingungen und eine verlässliche Betreuung, aber keine gesetzlichen Vorgaben“, unterstrich die Politikerin. Angestoßen hatte die Debatte die Bremer Soziologieprofessorin Hilke Brockmann. Frauen würden Unternehmen kinder- und familienfreundlicher gestalten und andere Karrierewege öffnen, sagte Brockmann der „Bild“-Zeitung.

Manager erhalten geringe Gehaltszuschläge

Die Boni-Zahlungen der Deutschen Bank für 2012 werden nach „Spiegel“-Informationen womöglich deutlich geringer ausfallen. Der variable Anteil der Vergütung von Investmentbankern etwa könnte im Schnitt um 15 bis 20 Prozent kleiner sein, berichtete das Magazin unter Berufung auf das Umfeld der Bank. „Der Bonustopf wird kleiner, die fetten Jahre sind vorbei“, zitierte der „Spiegel“ aus Arbeitnehmerkreisen. Unter anderem koste der Umbau der Bank kurzfristig Geld, auch seien zuletzt 2,5 Milliarden Euro an Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten ausgewiesen worden. Die Deutsche Bank wollte den Bericht nicht kommentieren.

Unternehmen klagen über neuen GEZ-Beitrag

Die neue Rundfunkgebühr führt offenbar zu einer deutlichen Belastung der Wirtschaft. In ungünstigen Fällen seien die Beiträge von Firmen um das 15-Fache höher als früher, berichtet das „Handelsblatt“. „Vielen Unternehmen wird die Reform eine böse Überraschung bescheren“, sagte Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK). Ein eklatantes Beispiel sei die Deutsche Bahn: Deren Tochter DB Netz habe 26.000 Euro gezahlt, künftig seien es nach Berechnungen des Unternehmens 472.000 Euro.