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Neckermann-Pleite: Logistikkonzern schließt Versandlager in Brieselang ++ Deutsche Bank: Erstmals geloben beide Vorstandschef Besserung ++ ZPmoto: Neue Motorradmarke aus dem Erzgebirge

Logistikkonzern schließt Versandlager in Brieselang

Nach der Pleite des Versandhändlers Neckermann.de schließt das Logistikunternehmen Fiege sein Verteilzentrum in Brieselang (Havelland). Wie die „Märkische Allgemeine Zeitung“ berichtet, haben die 124 Mitarbeiter ihre Kündigung erhalten. Das Unternehmen betreibt in Brandenburg drei weitere Logistikzentren in Rangsdorf, Großbeeren und Ludwigsfelde. Insgesamt beschäftigte Fiege im Sommer noch 625 Mitarbeiter. In Brieselang wurden seit 1996 Waren aus dem Neckermann-Katalog versandfertig gemacht. Auf die Insolvenz von Neckermann.de in diesem Jahr hatte Fiege mit Kurzarbeit und Überstundenabbau reagiert. Der Versuch, neue Auftraggeber für Brieselang zu akquirieren sei aber gescheitert, teilte das Unternehmen mit. Jetzt werde der Standort aufgegeben. Für die riesige Halle an der A 10 wird ein Pächter gesucht.

Erstmals geloben beide Vorstandschef Besserung

Die Doppelspitze der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen und Anshu Jain, will das größte deutsche Geldinstitut gemeinsam aus der Krise ziehen. „Wir werden alles daran setzen, die Vergangenheit aufzuarbeiten“, versprechen die beiden Vorstandsvorsitzenden in ihrem Weihnachtsschreiben an die Mitarbeiter nach Wochen mit Razzien, Verurteilungen vor Gericht und Negativschlagzeilen. In dem Brief, der der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ vorliegt, äußern sich die beiden Banker zum ersten Mal gemeinsam, seit gegen Fitschen ein Ermittlungsverfahren wegen des Vorwurfs des Steuerbetrugs eingeleitet wurde. In dem Brief bekräftigen bekräftigen beide, sie wollten den versprochenen Kulturwandel bei Deutschlands größter Bank im kommenden Jahr vorantreiben. „Dieser Wandel ist nicht leicht und wird Zeit benötigen – aber er muss und wird erfolgen“. Fitschen und Jain haben dieses Jahr die Nachfolge des langjährigen Vorstandschefs Josef Ackermann angetreten.

Neue Motorradmarke aus dem Erzgebirge

Drei Jahre nach ihrer Gründung hat eine Motorradmanufaktur im Erzgebirge mit der Produktion individuell gefertigter Sport-Zweiräder begonnen. Anfang 2013 solle die erste Maschine an den Besitzer übergeben werden, teilte die ZPmoto GmbH Zschopau am Samstag mit. „Das Fahrzeug wird derzeit montiert“, sagte Geschäftsführer Norbert Vogler. Die im Stil der 1960er Jahre handgefertigten und mit neuester Technik ausgestatteten Motorräder ZPsport 449 werden nach den Wünschen der Kunden hergestellt und kosten 22 430 Euro ohne Extras. 2012 wurden vier Bestellungen angenommen, im nächsten Jahr sollen 25 bis 30 der Sportmotorräder gebaut werden.