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Foodwatch: Unilever siegt vor Gericht im Becel-Streit ++ dapd: Investor übernimmt Nachrichtenagentur ++ ab-in-den-Urlaub.de: Weiterer Manager der Internetfirma verhaftet

Unilever siegt vor Gericht im Becel-Streit

Der Nahrungsmittelkonzern Unilever darf weiter behaupten, es gebe keine Hinweise auf mögliche Gesundheitsrisiken seiner cholesterinsenkenden Margarine Becel pro.activ. Das entschied die Pressekammer des Hamburger Landgerichts. Die Verbraucherorganisation Foodwatch aus Berlin hatte Unilever vorgeworfen, Nebenwirkungen der mit Pflanzensterinen angereicherten Margarine zu verschleiern. Unilever hatte in einer Pressemitteilung erklärt, aus wissenschaftlicher Sicht gebe es keinen Hinweis auf Nebenwirkungen. Diese Aussage wertete das Gericht als Meinungsäußerung – und nicht als Tatsachenbehauptung. „Das Gericht hat aber nicht darüber entschieden, ob die betroffene Margarine schädliche Nebenwirkungen hat oder nicht“, sagte Gerichtssprecher Conrad Müller-Horn.

Investor übernimmt Nachrichtenagentur

Die insolvente Berliner Nachrichtenagentur dapd hat einen Investor gefunden. Ulrich Ende, ehemaliger Geschäftsführer des Nachrichtensenders N24, werde mit weiteren Investoren bei den insolventen Gesellschaften der Agenturgruppe einsteigen, meldete der Insolvenzverwalter Christian Köhler-Ma in Berlin. In der nächsten Woche wolle die Gruppe einen siebenstelligen Betrag als neues Eigenkapital zur Verfügung stellen. Anfang Oktober hatte dapd für jene acht Gesellschaften, die das tagesaktuelle Agenturgeschäft bestreiten, Insolvenz angemeldet. Ende November wurden 98 von 299Mitarbeitern entlassen. Die Nachrichtenagentur war 2010 aus einem Zusammenschluss des ehemaligen deutschen Dienstes von AP und des Deutschen Depeschen-Dienstes (ddp) entstanden.

Weiterer Manager der Internetfirma verhaftet

Der Fall Unister zieht weitere Kreise: Am Freitag wurde ein dritter Manager der Internetfirma (fluege.de, ab-in-den-urlaub.de) verhaftet. Im Zuge der Ermittlungen habe sich der Tatverdacht erhärtet, sagte der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft in Dresden, Wolfgang Klein. Es bestehe Verdunkelungsgefahr. Am Dienstag waren bereits die beiden Top-Manager der Firma nach einer Razzia verhaftet worden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen insgesamt acht Personen wegen des Verdachts auf unbefugten Vertrieb von Versicherungsprodukten und Steuerhinterziehung. Allein der Steuerschaden soll eine Million Euro betragen. Unister soll ohne Genehmigung einen Stornoschutz angeboten haben, der einer Versicherung gleichkommt.