Rohstoffe

Chinesen sichern sich direkten Zugriff auf kanadisches Öl

Kanada hat China die Tür zu seinen Energiereserven geöffnet.

Nach monatelangen hitzigen Debatten rang sich die Regierung in Ottawa dazu durch, dem chinesischen Staatskonzern CNOOC die Übernahme des heimischen Ölproduzenten Nexen zu genehmigen. CNOOC zahlt umgerechnet knapp zwölf Milliarden Euro. Es ist der größte Zukauf eines Unternehmens aus der Volksrepublik im Ausland. Damit erhält China Zugriff auf die kanadischen Ölsande – die nach Saudi-Arabien und Venezuela drittgrößten gesicherten Rohölvorkommen der Welt. Die Nordamerikaner wiederum kommen an das benötigte ausländische Kapital zur Erschließung ihrer gewaltigen Ressourcen und bauen sich zugleich in Asien neben den USA eine zweite Stütze für ihre Energieexporte auf.

Ihre Zustimmung gab die kanadische Regierung auch für eine weitere – allerdings weniger umstrittene – Großübernahme eines Energieproduzenten durch ein ausländisches Staatsunternehmen: Der Gasförderer Progress Energy Resources geht für umgerechnet gut vier Milliarden Euro an Petronas aus Malaysia.