Vattenfall investiert künftig nur noch in Ökoenergie

Der Energiekonzern Vattenfall will Neuinvestitionen nur noch in Anlagen für erneuerbare Energien stecken.

Dafür schraubt der Eigentümer die Gewinnerwartung zurück. Wie das schwedische Staatsunternehmen in Stockholm nach einer außerordentlichen Hauptversammlung ankündigte, soll bei erneuerbaren Energien ein höheres Wachstum als generell auf dem Energiemarkt in allen betroffenen Ländern erreicht werden. Dazu gehört auch Deutschland.

Allerdings gilt die Direktive nur für völlig neu zu planende Kraftwerke. In Berlin, wo Vattenfall in den kommenden Jahren unter anderem die Kraftwerke Lichterfelde (Gas) sowie Lichtenberg (Gas und Biomasse) umbauen wird, ändere sich an den Vorhaben nichts, sagte ein Sprecher. Soprich: Obwohl Gas kein erneuerbarer Energieträger ist, werden die Anlagen damit befeuert werden. Vattenfall wurde in den letzten Jahren von der schwedischen Regierung wegen zu geringer Investitionen in erneuerbare Energien kritisiert. Konzernchef Øystein Løseth sagte: „Um unsere Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, werden wir die Zuwachsrate bei den erneuerbaren Energien steigern.“

( dpa/hev )