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UBS: Nach Zockerskandal muss Bank Millionenstrafe zahlen ++ Samsung: Überstunden und Strafen in chinesischen Zulieferwerken

Nach Zockerskandal muss Bank Millionenstrafe zahlen

Die Schweizer Großbank UBS muss nach dem Zockerskandal um ihren Ex-Händler Kweku Adoboli eine Buße von 29,7 Millionen Pfund (36,7 Millionen Euro) zahlen. Die britische Finanzaufsichtsbehörde FSA bestrafte die Bank damit für „System- und Kontrollfehler“, wie sie meldete. Zugleich erlegte die Schweizer Finanzaufsicht Finma der UBS scharfe Kontrollen im Investmentbanking auf. Beide Behörden berichteten, die Bank habe Geschäfte nicht ausreichend überwacht. In einem der größten Betrugsfälle der Bankengeschichte hatte Adoboli die UBS um insgesamt 2,3 Milliarden Dollar gebracht. Er war vergangene Woche zu sieben Jahren Haft verurteilt worden.

Überstunden und Strafen in chinesischen Zulieferwerken

Bei der Produktion von Samsung-Geräten in China müssen manche Arbeiter exzessiv Überstunden leisten und bekommen hohe Strafen für Fehlzeiten oder fürs Zuspätkommen aufgebrummt. Prüfer, die Samsung selbst entsandt hatte, bemängelten „unzureichende“ Arbeitsbedingungen in den chinesischen Werken, wie der südkoreanische Konzern meldete. Beweise für Kinderarbeit hätten die Prüfer aber nicht gefunden. Dies hatte die US-Arbeitsrechtsorganisation China Labor Watch Samsung im September vorgeworfen. Samsung schickte Prüfer in alle 105 Fabriken, die ausschließlich für den Konzern in China fertigen. 144 weitere Betriebe, die auch für andere Konzerne arbeiten, will Samsung bis Ende des Jahres ebenfalls kontrollieren. Von 2013 an sollen alle Fabriken unabhängig geprüft werden.