Lobbygruppe

Topmanager der Deutschen Bank lenkt Branchenverband

Jürgen Fitschen wird im kommenden Jahr der einflussreichste Banker in Deutschland.

Denn zum 15. April übernimmt der neue Co-Vorstandschef der Deutschen Bank auch die Führung des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB), der Lobbygruppe der privaten Geldhäuser. Der Vertrauensvorschuss ist groß. Der BdB-Vorstand wählte den 64-Jährigen einstimmig für zunächst drei Jahre, wie der scheidende Präsident Andreas Schmitz in Frankfurt/Main sagte.

Der Vorstandschef der Düsseldorfer Bank HSBC Trinkaus gab Fitschen einen Rat mit auf den Weg: Die Zusammenarbeit mit den anderen Bankenverbänden könne verbessert werden, damit die deutschen Banken internationale mit einer Stimme sprächen. Schmitz hatte den Verband in seiner vierjährigen Amtszeit zwar grundlegend reformiert, bei politischen Verhandlungen wurde aber häufig der damalige Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann an seiner Stelle zu Rate gezogen.