Energie sparen

Einen Gutschein für jeden abgewrackten

Regierung will Arbeitslosen beim Stromsparen helfen

Die Bundesregierung denkt über ein Gutscheinmodell für Langzeitarbeitslose zum Kauf von Strom sparenden Kühlschränken nach. Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) betonte aber am Freitag in Berlin mit Blick auf einen entsprechenden Bericht der „Saarbrücker Zeitung“: „Es gibt keine Abwrackprämie.“ Derzeit gebe es lediglich Vorüberlegungen, einkommensschwachen Haushalten in Einzelfällen beim Kauf energiesparender Geräte finanziell zu helfen. Zuvor hatte das Blatt unter Berufung auf Regierungskreise berichtet, Altmaier wolle Hartz-IV-Empfängern einen Zuschuss beim Kauf eines neuen, energieeffizienten Kühlschranks gewähren. Der Zuschuss solle „signifikant hoch“ sein, „sodass die Geräte tatsächlich angeschafft werden“, hieß es. Hierzu gebe es aber weder im Bundesumweltministerium noch im Bundesarbeitsministerium eine Entscheidung auf Ministerebene. Der Vorschlag war im Rahmen von Altmaiers Rundem Tisch zum Stromsparen aufgekommen. „Wir müssen das Stromsparen stärker in das öffentliche Bewusstsein rücken“, betonte der Minister.

Die Idee wird besonders von der Caritas verfolgt. Demnach könnten Hartz-IV-Empfänger nach einer umfassenden Energieberatung und bei Vorlage eines Entsorgungsnachweises für den alten, Strom fressenden Kühlschrank einen solchen Zuschuss in Form eines Gutscheins bekommen. Damit könnte dann ein energiesparender Kühlschrank gekauft werden. Altmaier sieht verstärkte Anstrengungen zum Stromsparen als Erfolgsrezept, um steigende Energiekosten abzufedern – kritisiert wird immer wieder, dass sich Einkommensschwache aber nicht die besonders energiesparenden neuen Geräte kaufen könnten.

Laut „Saarbrücker Zeitung“ besteht das Arbeitsministerium nicht auf einer Anrechnung des Zuschusses auf den Hartz-IV-Bezug, wenn er in Form eines Gutscheines erfolgt. Das Kühlschrankprogramm könne Teil des Caritas-Projekts „Stromspar-Check“ werden, bei dem Stromsparhelfer in einkommensschwachen Haushalten umsonst Energiesparartikel zur Verfügung stellen. Hierfür stellt das Bundesumweltministerium bereits zehn Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung. Altmaier strebt an, bis zum Jahr 2014 bis zu 100 Millionen Euro für Stromsparinitiativen auszugeben.