Info

Kommunale Konkurrenz

Sechs Konzerne Nach einigen Fusionen von schwächeren mit stärkeren Gesellschaften und dem Verkauf der größten städtischen Wohnungsbaugesellschaft GSW 2004 verfügt das Land Berlin noch über sechs kommunale Wohnungsunternehmen.

Ein Problemfall Nach Sanierungsphase sind die Firmen einigermaßen auf Kurs. Degewo (57.000 Wohnungen), Gesobau (37.000), WBM (33.000), Stadt und Land (47.000) und Howoge (51.000) wiesen zuletzt Gewinne aus. Sorgenkind ist die Gewobag (51.000).

Marktmacht Mit einem Bestand von zusammen rund 270.000 Wohnungen gehört damit knapp jede siebte der 1,8 Millionen Wohnungen in der Hauptstadt dem Land Berlin. Derzeit gibt es eine politische Debatte angesichts der steigenden Mieten in der Stadt. Eine Maßnahme: Neubau von preiswertem Wohnraum durch die städtischen Gesellschaften . Denen fehlt dafür allerdings die finanzielle Kraft.

Hohe Schulden Seit Jahren drücken hohe Verbindlichkeiten die kommunalen Konzerne. So muss allein die Degewo für ihre 1,84 Milliarden Euro Schulden jährlich 77 Millionen Euro Zinsen zahlen. Auch wegen dieser Altlasten bewegen sich die Jahresergebnisse der Unternehmen oft nur im einstelligen Millionenbereich – zu wenig, um aus eigener Kraft viel investieren zu können.