Geld

Richtig spenden in der Vorweihnachtszeit

Wenn die Vorweihnachtszeit beginnt, geht auch die Zeit der Spendensammler los.

Welche der insgesamt rund 20.000 Organisationen seriös mit den Spendengeldern der Deutschen in Höhe von bis zu fünf Milliarden Euro jährlich umgeht, ist aber nicht immer leicht zu entscheiden.

Spendensiegel Einen Überblick gibt das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI), das rund 260 Organisationen ein Spendensiegel verliehen hat.

Haustürspende Bei Spenden an der Haustür oder auf der Straße ist Vorsicht angebracht. Verbraucher sollten sich den Sammelausweis zeigen lassen und darauf achten, dass die Spendenbüchse verplombt ist. Seriöse Sammler lassen dem Spender Zeit und haben Informationsmaterial und ein Überweisungsformular parat. Auf gar keinen Fall sollten Spender ihre Adress- und Bankdaten am Telefon herausgeben.

Projekte Wer für ein bestimmtes Projekt spenden will, muss auf dem Überweisungsträger das entsprechende Stichwort vermerken. Die Organisation darf das Geld dann nur dafür verwenden. Verbraucherschützer raten jedoch, auf das Stichwort zu verzichten, damit das Geld dort eingesetzt werden kann, wo es am dringendsten gebraucht wird.

Steuern Spenden sind bis zu 20 Prozent der gesamten Einkünfte als Sonderausgaben steuerlich absetzbar. Für den Nachweis ist der Einzahlungs- oder Buchungsbeleg der Bank zusammen mit einer Spendenbescheinigung des Empfängers notwendig, die unter anderem die Gemeinnützigkeit der Organisation nachweist. Für Spenden unter 200 Euro reichen auch Nachweise, die weniger Angaben über den Empfänger enthalten als die Spendenbescheinigung.

Widerruf Spendenwillige sollten sich nicht leichtfertig durch Unterschrift zur Zahlung eines monatlichen Förderbeitrags verpflichten. Ein generelles gesetzliches Widerrufsrecht besteht nicht.