Konjunktur

China überholt 2016 die USA als weltgrößte Wirtschaftsmacht

China könnte die USA 2016 als größte Wirtschaftsmacht der Welt ablösen, das ist die Einschätzung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

Das bevölkerungsreichste Land der Erde dürfte zusammen mit Indien bis etwa 2025 ein größeres Bruttoinlandsprodukt erwirtschaften als die sieben führenden Wirtschaftsnationen (G 7), sagt die OECD in ihrer Langfristprognose bis 2060. Aufsteiger seien auch Brasilien und Indonesien. Zurückfallen dürften neben dem rasch alternden Japan auch Europas Staaten.

Die OECD unterstellt ein jährliches Wachstum der Weltwirtschaft um rund drei Prozent, wobei Schwellenländer stärker zulegen als etablierte Industriestaaten. Die Verschiebung in Richtung Niedriglohnländer werde dazu beitragen, die Lebensstandards dort zu verbessern. So dürfte sich etwa das Pro-Kopf-Einkommen in den ärmsten Ländern bis 2060 vervierfachen. In einem halben Jahrhundert sei die Kluft zwischen den Lebensverhältnissen in aufstrebenden und hoch entwickelten Nationen weniger ausgeprägt.

In Europa verlieren vor allem Deutschland, Luxemburg und Österreich an Wirtschaftskraft. Deutschland stand 2011 noch hinter den USA, China, Japan und Indien auf Rang fünf der Wirtschaftsmächte, bis 2060 müsse das Land aber Brasilien, Indonesien, Mexiko, Großbritannien und Russland vorbeiziehen lassen. Der Anteil Deutschlands an der Weltwirtschaftsleistung falle von 4,8 auf 2,0 Prozent.