Tourismus

Deutsche reisen wegen trüben Wetters wieder in den Süden

Urlaub in Spanien, in der Türkei oder Italien – die Reiselust der Deutschen ist 2012 ungebrochen gewesen.

Für das kommende Jahr erwarten die Reiseveranstalter aber nur noch ein moderates Wachstum. Das sei davon abhängig, wie sich die Wirtschaft im Euro-Raum entwickele und welche Folgen das auf die Konjunktur in Deutschland habe, meldete der Deutsche Reiseverband auf seiner 62. Jahrestagung in Budva in Montenegro. Mit rund 40 Millionen Reisen sei in den vergangenen zwölf Monaten ein Rekord erreicht worden, ein Plus von drei Prozent. Das Geschäftsjahr der Reisebranche läuft bis zum 31. Oktober. Die Reiseveranstalter setzten insgesamt rund 24,2 Milliarden Euro um, ein Plus von gut 4,5 Prozent und ein Rekordwert.

Wegen des teils verregneten Sommers zog es die Deutschen wieder vermehrt zu den Sonnenzielen im Süden Europas. Dabei stiegen sie häufiger ins Flugzeug – die Flugreisen in die Mittelmeerregionen verzeichneten ein Umsatzplus zwischen 6,5 und 7,5 Prozent. Mit dem Auto, Bus oder Zug reiste eine zum Vorjahr unveränderte Zahl der Urlauber in den Süden. Beliebt war weiterhin auch ein Urlaub in Deutschland. Hier stieg die Zahl der Übernachtungen dem Reiseverband zufolge deutlich an. Konkrete Zahlen wurden aber nicht genannt. Eines der beliebtesten Ziele für Städtereisen ist dabei Berlin.

Einen Zuwachs gab es bei den Kreuzfahrten: Umsatz und Passagierzahlen stiegen im einstelligen Prozentbereich. Damit habe sich dieses Segment nach der Havarie der „Costa Concordia“ Anfang 2012 vor Italien rasch wieder erholt, hieß es.

Beliebtestes Reiseziel der Deutschen war auch im vergangenen Jahr Spanien, gefolgt von Italien und der Türkei. Zuwächse bei den Buchungen verzeichneten aber auch die Länder an der Adriaküste Südeuropas wie Kroatien, Montenegro oder Slowenien sowie die nordafrikanischen Ziele Tunesien, Ägypten und Marokko und die Urlaubsgebiete auf der arabischen Halbinsel.