Fotovoltaik

Bosch stellt Prenzlauer Solartochter Aleo auf den Prüfstand

Nach dem Rückzug von Siemens aus dem Solargeschäft stellt auch der Stuttgarter Technologiekonzern Bosch die Fotovoltaik auf den Prüfstand.

„Bis Ende des Jahres wird entschieden, wie es weitergeht“, sagte ein Bosch-Sprecher. Die Bosch-Tochter Aleo Solar betreibt in Prenzlau ein Werk mit fast 700 Beschäftigten, seit Oktober gilt dort Kurzarbeit. Aleo hatte einen Umsatzeinbruch hinnehmen müssen, die Verluste werden noch von Bosch getragen. Die Solarbranche steht wegen der Konkurrenz aus China erheblich unter Druck, außerdem wird die staatliche Förderung von Solarstrom zurückgefahren. Unternehmen wie Q-Cells, Sovello und die Berliner Solon mussten Insolvenz anmelden. Ursprünglich hatte Bosch der Solar-Sparte drei bis vier Jahre geben wollen, um profitabel zu werden. Jetzt sind zwei weitere Szenarien möglich: die Suche nach einem Partner, der das Geschäft letztlich übernimmt, und der Abschied von der Eigenfertigung.