Personalie

Ex-Median-Chef Siebert führt Klinikkonzern Rhön

Der frühere Chef des Berliner Rehakliniken-Betreibers Median, Martin Siebert, soll den privaten Krankenhauskonzern Rhön leiten.

Der Aufsichtsrat unter Vorsitz des Gründers Eugen Münch wolle Siebert am 7.November an die Vorstandsspitze befördern, sagten zwei mit dem Plan vertraute Personen. Das Unternehmen wollte sich zu der Personalie nicht äußern. Siebert stand bis Ende September an der Spitze der Median-Klinikkette und war im Oktober zu Rhön gewechselt. Zuvor war der promovierte Jurist und Mediziner bis zu seinem Ausscheiden im Jahr 2009 zwölf Jahre lang Konzerngeschäftsführer beim Rhön-Konkurrenten Asklepios. Er gilt als enger Vertrauter von Münch. Rhön-Klinikum hatte Ende September überraschend mitgeteilt, dass Vorstandschef Wolfgang Pföhler und Finanzchef Erik Hamann das Unternehmen verlassen. Ihr Verhältnis zu Münch galt als angespannt. Der Rhön-Konzern ist mit einem Umsatz von über 2,6 Milliarden Euro im Jahr 2011 nach dem Berliner Konkurrenten Helios die zweitgrößte Klinikkette in Deutschland. Im Sommer war der Versuch gescheitert, Helios und Rhön zu fusionieren.