Konjunktur

Wirtschaftsboom treibt Steuereinnahmen auf Rekordhöhe

Bund, Länder und Kommunen werden in diesem Jahr erstmals mehr als 600 Milliarden Euro an Steuern einnehmen – so viel wie noch nie.

Die Schätzung basiert auf den Neun-Monats-Zahlen, die das Bundesfinanzministerium am Montag veröffentlichte. Danach hat das anhaltende Wirtschaftswachstum dem Staat von Januar bis September Steuereinnahmen von 403,4 Milliarden Euro beschert – 5,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Trotz der Rekordeinnahme nehmen die öffentlichen Haushalte weiter Schulden auf, was etwa der Bund der Steuerzahler kritisiert. Die öffentliche Hand profitiert in diesem Jahr vor allem von den Lohnerhöhungen bei anhaltend guter Beschäftigungslage sowie von der guten Konjunktur und höheren Firmengewinnen. Zu Buche schlägt auch ein stärkerer Privatkonsum. Allerdings warnt das Finanzministerium vor einer deutlichen Konjunkturabkühlung zum Ende dieses Jahres in Folge der Euro-Krise.