Computer

Microsoft schwächelt vor dem Start von Windows 8

Kurz vor dem Verkaufsstart des neuen Betriebssystems Windows 8 hat Microsoft einen Durchhänger.

Weil das aktuelle Windows 7 sich nur noch schwer verkauft und der gesamte PC-Markt schwächelt, ist der Konzernumsatz im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres (Ende Juni) um acht Prozent auf 16 Milliarden Dollar (12,2 Milliarden Euro) gesunken. Der Gewinn schrumpfte um 22 Prozent auf 4,5 Milliarden Dollar, wie Microsoft meldete.

Marktbeobachter hatten bereits vermutet, dass viele Kunden auf das neue Windows 8 warten oder gleich ganz darauf verzichten, einen PC zu kaufen, und sich stattdessen lieber für ein mobiles Gerät wie Tablet-Computer oder internetfähige Smartphones entscheiden. Doch mit einem derart starken Umsatzminus hatten die Experten nicht gerechnet.

„Der Start von Windows 8 ist der Beginn einer neuen Ära für Microsoft“, sagte Konzernchef Steve Ballmer. Es ist die wichtigste Neuvorstellung seit vielen Jahren: Gemeinsam mit dem PC-Betriebssystem kommen eine Version für Smartphones und eine für Tablet-Computer heraus. Bei den mobilen Geräten hinkt Microsoft bislang Apple und Google hinterher. Deshalb hängt so viel von Windows 8 ab. Es erscheint am 26. Oktober. Der Umsatz der Windows-Sparte fiel im ersten Geschäftsquartal um ein Drittel, der Gewinn halbierte sich. Auch das Geschäft mit den Office-Programmen schwächelte. Das Internetgeschäft mit der Suchmaschine Bing und msn.com schrieb Verlust.