Versicherungen

Sicher durch das Uni-Leben

An den Hochschulen startet das Studienjahr. Ein Überblick über die Versicherungen für Studenten

– So viele Studenten wie noch nie werden am Montag an den Universitäten und Hochschulen in Berlin und Potsdam ein Studium beginnen – insgesamt 31.500 Erstsemester starten in diesem Wintersemester ihre akademischen Ausbildung allein in der Hauptstadt. Mit dem Studium beginnt für die meisten ein neuer Lebensabschnitt. Doch das Uni-Leben erfordert es auch, sich Gedanken über den notwendigen Versicherungsschutz zu machen. Zum Start des Wintersemesters gibt die Morgenpost einen Überblick über die wichtigsten Versicherungen, die Studenten haben müssen:

Krankenversicherung Alle Studenten brauchen eine Krankenversicherung. Jedoch können sie sich meist bis zum vollendeten 25.Lebensjahr bei den Eltern in der gesetzlichen Familienversicherung mitversichern. Dabei dürfen sie monatlich bis zu 375Euro verdienen, bei einem Minijob sind es maximal 400Euro. Wird der jeweilige Grenzwert allerdings überschritten, ist eine freiwillige Weiterversicherung bei der Krankenkasse der Eltern oder bei einer anderen gesetzlichen Krankenkasse möglich.

Nach dem 25.Geburtstag müssen sich auch Studenten in der Regel selbst versichern. Dafür gibt es eine gesetzliche Studentenversicherung, die bis zum 30.Geburtstag oder bis zum vollendeten 14.Semester gültig ist. Der Beitrag für Kranken- und Pflegeversicherung liegt bei 77,90 Euro. Die Versicherungspflicht gilt auch während eines Urlaubssemesters. Wichtige Ausnahme: Zwischenzeitlich geleisteter Wehr- oder Zivildienst verlängert den Anspruch um die entsprechende Zeit, der neue Bundesfreiwilligendienst aber nicht.

Haftpflicht Wer jemandem einen Schaden zufügt, haftet dafür unbegrenzt. Werden Menschen verletzt, geht das schnell in die Hunderttausende. Schon deshalb ist eine Privathaftpflicht ein Muss. Unverheiratete Studenten sind bis zum Ende der Ausbildung bei den Eltern mitversichert, sofern sie vor dem Studium nicht berufstätig waren. Sollten Eltern keine Haftpflichtversicherung haben, sollten Studenten eine eigene abschließen. Günstige Tarife gibt es ab 60Euro im Jahr.

Berufsunfähigkeitsversicherung Wer seinen Beruf nach einer Krankheit oder einem Unfall nicht mehr ausüben kann, erhält von der Berufsunfähigkeitsversicherung eine monatliche Rente. Die Versicherung zahlt eine monatliche Rente, falls ein Student wegen Krankheit oder Unfall Invalide wird. Für eine Rente von 1000Euro muss man 50Euro Beitrag im Monat einkalkulieren. Die Police sollte vereinbart werden, solange man noch kerngesund ist. Schon kleine Leiden verteuern später den Vertrag oder führen zur Ablehnung. Ein Abschluss zu Studienzeiten ist also durchaus ratsam. Dabei sollte nicht nur auf den Beitrag geachtet werden, sondern auch auf die Bedingungen – etwa die Laufzeit. Denn die Gefahr einer Unfähigkeit steigt eher im hohen Alter.

Hausratsversicherung Eine Hausratversicherung ersetzt nach Feuer, Rohrbruch, Diebstahl oder Sturm die Schäden am Eigentum. Wer wertvolles Hab und Gut besitzt, sollte darüber nachdenken, da eine Hausratversicherung schon für wenige Euro pro Monat zu haben ist. Über viele Hausratversicherungen kann außerdem das Fahrrad mitversichert werden.

Unfallversicherung Studenten schützt die gesetzliche Unfallversicherung nur in der Uni und auf dem Weg dorthin sowie auf von der Fakultät organisierten Exkursionen. Die Versicherung greift nicht in der Freizeit. Eine günstige Unfallversicherung ist daher empfehlenswert. Für alle Versicherungen gibt es im Internet Testrechner und Vergleichsangebote.