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Rüstungskonzerne: Rösler stellt Bedingungen für Fusion von EADS und BAE ++ Kredit: Griechenland bekommt in jedem Fall Geld ++ Jugendarbeitslosigkeit: EU-Kommission plant europaweite Jobvermittlung ++ Siemens: Löscher will im November Sparpläne vorlegen

Rösler stellt Bedingungen für Fusion von EADS und BAE

Bei der möglichen Fusion der Luftfahrt- und Rüstungskonzerne EADS und BAE hat Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) Bedingungen gestellt. Die Fusion biete Chancen, „gleichwohl muss auch Deutschland bei einem Zusammenschluss seine Interessen wahren“, sagte Rösler der Berliner Morgenpost. Die beteiligten Länder müssten ihre Standortstärken einbringen, wozu die Forschungs- und Entwicklungsleistungen Deutschlands zählten. „Auch die Konzernzentralen müssen gleichberechtigt zwischen den beteiligten Ländern verteilt sein.“ Es müsse die Balance zwischen den Ländern gesichert sein.

Griechenland bekommt in jedem Fall Geld

Offenbar kann Griechenland auf jeden Fall auf weitere Hilfe hoffen. Nach Informationen der Berliner Morgenpost gibt es unter den Euro-Staaten Überlegungen, die Bedingungen für die Auszahlung der nächsten Kredittranche aufzuweichen.

Anders als bislang vereinbart, müsste Athen seinen Schuldenstand nicht bis 2020 auf 120 Prozent des Bruttoinlandsprodukts reduzieren. „Wichtiger sind die Jahre 2013 und 2014“, heißt es in Regierungskreisen. So lange läuft das zweite Rettungsprogramm. Was dann passiere, müsse später geklärt werden. Bisher galt die 120-Prozent-Marke als unumstößlich.

EU-Kommission plant europaweite Jobvermittlung

Im Kampf gegen die hohe Jugendarbeitslosigkeit in Südeuropa plant die EU-Kommission eine EU-weite Vermittlung von Arbeitskräften. EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier will am Mittwoch einen Aktionsplan vorstellen, welcher der Berliner Morgenpost bereits vorliegt. Die Kommission will bis Jahresende ein „Werkzeug für EU-weite Anwerbung, Einstellung und Job-Abgleich“ schaffen. Bislang habe die grenzüberschreitende Vermittlung von Arbeitskräften nicht funktioniert, so das Papier .

Löscher will im November Sparpläne vorlegen

Siemens-Chef Peter Löscher bereitet die Beschäftigten des Konzerns wegen der schwierigen Wirtschaftslage auf ein neues Sparprogramm mit dem Abbau zahlreicher Arbeitsplätze vor. Anfang November würden die Pläne vorgestellt, kündigte er in der „Wirtschaftswoche“ an. Zahlen zur Größenordnung des Stellenabbaus nannte er nicht. Entlassungen will der Konzern aber vermeiden. Den Rotstift ansetzen will Siemens unter anderem in der neuen Sparte, die Infrastrukturlösungen für boomende Großstädte entwickelt und mit großen Hoffnungen gestartet war.