Energie

Die Gasag versorgt jetzt auch den Hamburger Hafen

Die Gasag kann einen Erfolg verbuchen.

In einer Ausschreibung für die Gasversorgung der Hansestadt Hamburg setzte sich das Berliner Unternehmen gegen die Konkurrenten durch. Nun wird die Gasag für mindestens zwei Jahre Gebäude der Hansestadt sowie landeseigene Unternehmen mit Gas versorgen. Insgesamt geht es um 2000 Verbraucher, darunter der Hamburger Hafen, das Messegelände, die Schulen der Hansestadt sowie alle weiteren öffentlichen Gebäude. Der Gasag zufolge, geht es um 585 Millionen Kilowattstunden pro Jahr. Wie viel Hamburg dem Berliner Unternehmen dafür zahlt, wollte die Gasag nicht sagen.

„Zum ersten Mal versorgen wir damit außerhalb Berlins eine Großstadt“, sagt Gasag-Sprecher Klaus Hascher. Der Erfolg sei für das Unternehmen von entscheidender Bedeutung. Der harte Wettbewerb in Berlin hat dazu geführt, dass die Gasag seit der Gasmarkt-Liberalisierung Kunden verloren hat. Derzeit habe man noch gut 500.000 Abnehmer - private Haushalte und Unternehmen - in Berlin. Den Wettbewerb in der Heimat führt die Gasag eigenen Angaben zufolge mit mehr als 100 Konkurrenten.

Das Unternehmen bemüht sich daher schon seit Jahren um neue Geschäftsfelder. Außerhalb Berlins versucht die Gasag bei gewerblichen Kunden zu punkten. Der Auftrag aus Hamburg ist der wichtigste Erfolg dieser Bemühungen. Zudem ist die Gasag vor gut zwei Jahren auch in den Strommarkt eingestiegen. Sie vermarktet in erster Linie den die elektrische Energie aus dezentralen Kraft-Wärme-Koppelungsanlagen (KWK). Vor allem in Großsiedlungen der Hauptstadt will die Gasag auf diese Art und Weise Stromkunden gewinnen.

Allerdings macht die Gasag noch immer das Gros ihres Umsatzes mit ihrem angestammten Wärmegeschäft. Vergangenes Jahr erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 1,164 Milliarden Euro. Mehr als eine Milliarde Euro kam dabei aus dem Wärmegeschäft.