Meldungen

WirtschaftsNews I

Sicherheit: Deutsche Telekom erstattet nach Hacker-Angriff Anzeige ++ Daimler: Vertrag für Dieter Zetsche bis Ende 2016 realistisch ++ USA: Kongress einigt sich kurz vor der Wahl auf Haushalt

Deutsche Telekom erstattet nach Hacker-Angriff Anzeige

Die Deutsche Telekom hat nach einer Hacker-Attacke auf Systemrechner des Konzerns Anzeige erstattet. Der Anfang September erfolgte Angriff sei erfolgreich abgewehrt worden, sagte ein Konzernsprecher am Sonntag. „Für die Kunden gab es zu keiner Zeit Beeinträchtigungen.“ Bei dem Angriff hätten Hacker versucht, die für die Zuordnung von IP-Adressen zu Domain-Namen zuständigen Systemrechner lahmzulegen, bestätigte der Sprecher einen Bericht des „Spiegels“. Die Form des Angriff sei grundsätzlich nicht neu gewesen, bei der Telekom bislang aber kaum vorgekommen, sagte der Sprecher weiter. Die Telekom habe den Betreiber des Rechenzentrums identifiziert, von dem der Angriff gestartet wurde, und Anzeige erstattet. Inzwischen soll das Bundeskriminalamt die Ermittlungen übernommen haben.

Vertrag für Dieter Zetsche bis Ende 2016 realistisch

3 Jahre Vertragsverlängerung entsprächen den Regularien, die der Aufsichtsrat bei dem Vertrag von Daimler-Chef Dieter Zetsche zugrunde legt. Demnach wird Zetsche den Stuttgarter Autobauer voraussichtlich noch mehrere Jahre lenken. Eine Verlängerung seines Vertrags bis Ende 2016 erscheine realistisch, sagte ein Unternehmensinsider am Sonntag. Insider hatten bereits im Februar gesagt, Zetsche strebe eine Verlängerung seiner Doppelrolle als oberster Daimler-Vorstand und Mercedes-Chef an. Sein mit mehr als acht Millionen Euro dotierter Vertag läuft noch bis Ende 2013, eine Verlängerung wäre laut Aktiengesetz ab Beginn kommenden Jahres möglich. Als mögliche Nachfolger Zetsches waren auch Produktionsvorstand Wolfgang Bernhard und Finanzchef Bodo Uebber im Gespräch.

Kongress einigt sich kurz vor der Wahl auf Haushalt

In letzter Minute haben sich Demokraten und Republikaner im US-Senat doch auf die Finanzierung des neuen Haushalts geeinigt. Die Senatoren stimmten in der Nacht zum Sonnabend mit 62 zu 30 Stimmen für den Entwurf und wendeten damit eine Pleite der Regierung kurz vor der Präsidentschaftswahl ab. Nun können die Behörden ihre Arbeit auch nach dem Ende des Haushaltsjahres am 30.September fortsetzen. Die Einigung gilt für sechs Monate. Das Gesetz muss noch von Präsident Barack Obama unterzeichnet werden. Die Ausgaben für die Regierungsbehörden steigen mit dem neuen Haushalt um 0,6 Prozent. Das bedeutete eine Niederlage für die Republikaner im Repräsentantenhaus, die Einsparungen in Höhe von zwei Prozent gefordert hatten und acht Milliarden Dollar ans Pentagon überweisen wollten.