Marktbericht

700 Dollar

Björn Hartmann über Apples Höhenflug an der Börse

Erstaunlich, dieser US-Computerkonzern. Am Montag hat die Apple- Aktie erstmals in ihrer Geschichte die 700-Dollar-Marke überschritten, zwar nur kurzzeitig, aber immerhin. Offensichtlich trauen die Investoren dem Konzern noch einiges zu. Und die üppigen Vorbestellungen für das neue iPhone befeuern das. Binnen zwei Tagen hatten weltweit zwei Millionen Menschen das neue internetfähige Mobiltelefon geordert.

Zum Verkaufsstart werden vermutlich viele Fans die Telefonläden belagern, um ein Exemplar zu bekommen. Schon jetzt hat Apple mehr Bestellungen erhalten, als Geräte auf Lager sind. Vermutlich auch ein bisschen kalkuliert – was knapp ist beflügelt noch den dringenden Wunsch, es haben zu wollen.

Dabei ist das Telefon technisch nicht führend, hat aber Material, Design, Software und Funktionalität so gut verknüpft, dass es einen Standard setzt. Am Freitag kommt es auf den Markt und kostet mit einem 64-Gigabyte großen Speicher fast 900 Euro. Von diesem Geld dürfte einiges beim Konzern hängen bleiben.

Leider wird der Aktionär davon wie in den vergangenen Jahren wohl nicht viel haben. Bisher hat Apple das Geld immer im Unternehmen gehalten. Für dieses Jahr ist erstmals eine Dividende angekündigt, ob es dann dauerhaft so weitergeht, ist eher unwahrscheinlich. Aber der Apple-Aktionär setzt ja auch nicht auf Dividende, sondern auf Kursgewinn. Und da werden sich jetzt viele Anleger auch in Deutschland sehr sehr freuen.