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ThyssenKrupp soll Schadenersatz zahlen

Bahnchef Rüdiger Grube drängt den Stahlkonzern ThyssenKrupp, auf die Schadenersatzforderungen wegen Preisabsprachen beim Schienenverkauf einzugehen. „Der Informationsfluss war in der Vergangenheit äußerst zäh. Wir haben ThyssenKrupp aufgefordert, innerhalb von 14 Tagen nähere Informationen zu liefern“, sagte Grube „Bild am Sonntag“. Mindestens seit 1998 haben zahlreiche Unternehmen der Branche – darunter die TyssenKrupp-Tochter GFT Gleistechnik – überhöhte Preise für Schienen abgesprochen. Das Bundeskartellamt hat im Juli Bußgelder im Volumen von 124,5 Millionen Euro gegen das Schienenkartell verhängt; ThyssenKrupp akzeptierte den Bescheid über 103 Millionen Euro. Seit mindestens Ende vergangenen Jahres verhandeln ThyssenKrupp und die Bahn über eine Millionenentschädigung. Vertreter der beiden Unternehmen wollten sich in dieser Woche treffen.

Unternehmen fordern schärfere Gesetze

Nach den Vorstandschefs der größten deutschen Unternehmen machen weitere Unternehmen und Verbände Druck, die Gesetze gegen Bestechung zu verschärfen. Der Bundestag müsse unverzüglich den Weg frei machen, um das UN-Abkommen gegen Korruption zu ratifizieren. Dies fordern 44 Vertreter von Wirtschaft, Gewerkschaften und Zivilgesellschaft in einem Beschluss. „Im Kreis der G-20-Staaten steht Deutschland fast allein da“, kritisiert das nationale CSR-Forum, das die Bundesregierung bei einer Strategie für die soziale Verantwortung von Unternehmen berät. Die Weigerung erschwere zunehmend die Glaubwürdigkeit deutscher Unternehmen im Ausland.