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Netzwerk Facebook baut eigene Suchmaschine

Chef Mark Zuckerberg räumt nach Börsengang Fehler ein

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hat in seinem ersten Interview seit dem enttäuschenden Börsengang Fehler eingeräumt. Die Facebook-App sei für viele Nutzer nicht optimal gewesen, sagte der 28-Jährige in San Francisco. Das liege daran, dass er sich zu lange auf den Standard HTML 5 verlassen habe, damit die App auf möglichst vielen unterschiedlichen Mobilgeräten laufe. Zuckerberg betonte aber, Facebook werde Wege finden, um stärker von der wachsenden Zahl seiner Nutzer zu profitieren, die mit Mobilgeräten auf das Netzwerk zugreifen. Unter anderem kündigte er einen Ausbau der eigenen Suchfunktion an.

Die Kursentwicklung der Facebook-Aktie seit dem Börsengang sei enttäuschend, räumte Zuckerberg ein. Das Unternehmen habe aber schon in der Vergangenheit Schwierigkeiten überstanden, und er sei optimistisch über die Entwicklung des sozialen Netzwerks. Es gehe Facebook sowohl darum, Geld zu verdienen, als auch um die Mission, die Welt zu einem „offeneren und vernetzteren Ort“ zu machen, sagte Zuckerberg offenbar an die Adresse von Investoren. Der Facebook-Gründer äußerte sich auf der Konferenz San Francisco Disrupt.

Rivalität zu Google

Zuckerberg deutete einen Ausbau der Suchmöglichkeiten auf der Facebook-Seite an. Eine leistungsfähigere Suchmaschine „wäre eine nahe liegende, interessante Sache für uns in Zukunft“, erklärte er. Bereits heute liefen täglich eine Milliarde Suchanfragen über Facebook, „und wir strengen uns eigentlich noch gar nicht an“. Ein Ausbau der Suchfunktion dürfte die Rivalität zwischen Facebook und Google weiter verschärfen. Google bemüht sich bereits, mit dem eigenen sozialen Netzwerk Plus seine Marktführerschaft unter den Internet-Suchmaschinen zu festigen.

Er könne sich nicht konkret zu langfristigen Projekten äußern, sagte Zuckerberg weiter. Auf die Frage, wie viele Ingenieure derzeit bei Facebook arbeiteten, antwortete er, das könne er nicht auswendig sagen. Zuckerberg wies jedoch Spekulationen zurück, Facebook wolle ein eigenes Handy auf den Markt bringen. „Das wäre ganz klar die falsche Strategie für uns.“

Das Netzwerk hat fast eine Milliarde Nutzer und wächst weiter. Allerdings steht das Unternehmen vor der Herausforderung, mit diesen Nutzerzahlen Geld zu verdienen, wenn mobile Geräte weniger Platz für Werbung bieten. Zuckerberg kontrolliert mehr als die Hälfte der stimmberechtigten Facebook-Aktien.