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Bad Bank

Auslagern Mit einer Art eigener „Bad Bank“ will die Deutsche Bank ihr Kerngeschäft um riskante Papiere in Milliardenhöhe entlasten. Das hat die neue Doppelspitze um Anshu Jain und Jürgen Fitschen beschlossen. Um den Abbau von Vermögenswerten zu beschleunigen, die nicht zum Kerngeschäft zählen, bildet die Bank nach Angaben vom Dienstag eine Geschäftseinheit mit dem Namen „Non-Core-Operations“. Dort sollen risikogewichtete Aktiva im Volumen von rund 135 Milliarden Euro gebündelt werden. Dabei geht es vor allem um verbriefte Wertpapiere, die bisher in der Investmentbanksparte des Instituts geparkt waren.

Weniger Risiko Die neue Einheit soll nach Vorstellung des Managements „Vermögenswerte möglichst effizient für die Bank verwalten und veräußern“: Angestrebt werde zunächst eine Verringerung der Aktiva in Höhe von 45 Milliarden Euro beziehungsweise 33 Prozent bis März 2013. „Wir nennen das nicht Bad Bank – da sind auch sehr profitable Aktiva dabei“, betonte Finanzchef Stefan Krause. Insgesamt summieren sich die dahinter steckenden Risiken auf 135 Milliarden Euro. Das ist gut ein Drittel der gesamten risikogewichteten Aktiva (RWA). Die Deutsche Bank muss, wie andere Geldhäuser weltweit auch, strengere Eigenkapitalrichtlinien einhalten. Daher ist sie bestrebt, riskante Geschäfte zu reduzieren.