Luftfahrt

ILA: In 20 Jahren wird es doppelt so viele Flugzeuge geben

Trotz Treibstoffpreis-Schock und Kampf gegen Billig-Airlines sagt Europas größter Flugzeugbauer Airbus den deutschen Fluggesellschaften einen Boom für die nächsten Jahrzehnte voraus.

Die Zahl ihrer Passagierflugzeuge werde sich in den kommenden 20 Jahren auf mehr als 1300 verdoppeln. Davon werden auch die Flugzeugbauer profitieren, deren Auftragsbücher übervoll sind. Optimismus verbreitete Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zur Eröffnung der Internationalen Luftfahrtschau ILA auf dem neuen Messegelände am künftigen Hauptstadtflughafen.

Zum Auftakt der Luftfahrt-Messe hatten sich die Airbus-Minister für eine vorübergehende Verschiebung des umstrittenen EU-Emissionshandels für die Luftfahrt ausgesprochen. Eine globale Lösung im Rahmen der internationalen Zivilluftfahrtorganisation ICAO soll angestrebt werden. Vor allem von China, aber auch den USA drohen Vergeltungsmaßnahmen, die die europäische Luftfahrtbranche hart treffen könnten.

Airbus-Chef Fabrice Brégier hatte zuvor Asien und vor allem China als wichtigsten Wachstumsmotor der Weltluftfahrt bezeichnet. Aus dieser Region erwartet er mittelfristig auch zahlreiche Aufträge für den Mega-Flieger A380. Obwohl die technischen Probleme bei dem weltgrößten Passagierflugzeug nun alle gelöst seien, werde es schwierig, die erreichte Zielgrößen von 30 Aufträgen in diesem Jahr zu erreichen, sagte Brégier. Haarrisse an den Tragflächen hatten Airbus ein Imageproblem und den Kunden längere Ausfälle bei den Flugzeiten beschert.