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Collonil: Schuhcreme-Produzent baut neues Logistikzentrum ++ Gazprom: Wettbewerbshüter nehmen Gaskonzern ins Visier ++ WLAN: Berlin startet Initiative für Rechtssicherheit

Schuhcreme-Produzent baut neues Logistikzentrum

Der Berliner Hersteller von Schuh- und Lederpflege Collonil baut ein Logistikzentrum in Mühlenbeck (Oberhavel). Rund fünf Millionen Euro werden investiert. Angeschlossen wird auch eine Sohlenfabrik. Etwa 30 bis 60 neue Arbeitsplätze sollen entstehen. Die Erweiterung wurde nach Firmenangaben durch den wachsenden Kundenstamm weltweit erforderlich. Derzeit liefert Collonil Schuhpflegeprodukte in über 100 Länder. Neben Schuhpflegemitteln werden auch Produkte für die Pflege und Reinigung von Textil- und Kunststoffteilen im Auto, in Flugzeugen oder auf Booten produziert. Im vergangenen Jahr wurde nach Unternehmensangaben ein Umsatz von rund 38 Millionen Euro erzielt. Das Familienunternehmen wurde 1909 in Kreuzberg gegründet. Seit 1956 ist die Firma in Wittenau ansässig.

Wettbewerbshüter nehmen Gaskonzern ins Visier

Die EU-Kommission geht gegen den russischen Gasriesen Gazprom vor: Brüssel hat ein Kartellverfahren gegen den Konzern eröffnet, wie die obersten Wettbewerbshüter der EU am Dienstag in Brüssel mitteilten. Der Verdacht laute, dass Gazprom die Konkurrenz auf den Gasmärkten in Mittel- und Osteuropa mit unfairen Methoden behindert habe. Die EU-Behörde wirft Gazprom vor, den Transport von Gas in EU-Staaten behindert, den Markt abgeschottet und den Kunden unfaire Preise in Rechnung gestellt zu haben. Dies verstößt gegen EU-Recht. Erhärtet sich der Verdacht, droht Gazprom ein EU-Bußgeld von bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes.

Berlin startet Initiative für Rechtssicherheit

Der Senat will das Haftungsrisiko für Betreiber drahtloser Internetzugänge (WLAN) mindern. Gemeinsam mit Hamburg hat Berlin darum eine Bundesratsinitiative gestartet. Klare Rahmenbedingungen seien Voraussetzung, dass Bürger, Freifunkinitiativen, Gastronomen und andere Anbieter offene WLAN-Zugänge bereitstellen könnten. Bislang sei unklar, wann sie bei Missbrauch durch ihre Kunden in Haftung genommen werden könnten. Immer mehr Betreiber oder Nutzer von WLAN-Anschlüssen werden etwa mit Blick auf illegale Verbreitung von Inhalten im Netz abgemahnt.