Urlaub

Reiseveranstalter muss vor schlechtem Wetter warnen

Veranstalter müssen Urlauber vor schlechtem Wetter am Ferienort warnen, falls die gebuchte Reise dadurch eingeschränkt wird.

- Das berichtet die Fachzeitschrift "NJW-Rechtsprechungs-Report Zivilrecht" (Heft 14/2012) unter Berufung auf ein Urteil des Landgerichts Darmstadt. Zwar hafte der Reiseveranstalter nicht für schlechtes Wetter, er mache sich jedoch schadenersatzpflichtig, wenn er Kunden nicht rechtzeitig über die Witterungsverhältnisse informiere, urteilten die Richter (Az.: 25 S 142/11).

Das Gericht gab damit der Klage eines Reisenden statt. Der Kläger hatte eine Reitreise nach Ungarn in die Puszta gebucht. Als er mit seiner Partnerin dort ankam, erhielt er die Nachricht, wegen zu starken Regens in den vergangenen Tagen seien keine Ausritte möglich. Der Kläger reiste ab und verlangte vom Reiseveranstalter Schadensersatz.

Das Landgericht Darmstadt gab ihm recht. Der Veranstalter hätte den Kläger zeitnah und umfassend über die Witterungsverhältnisse am Zielort seiner Reise informieren müssen. Ihm hätte klar sein müssen, dass in diesem speziellen Fall das Wetter für den Reisezweck - nämlich ein Reiturlaub - von wesentlicher Bedeutung gewesen sei.