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Automobilbranche: BMW erwägt Anstellung von 3000 Leiharbeitern ++ Internet: Anzahl unerwünschter Nachrichten steigt ++ Exporte: Deutsche Wirtschaft kann mehr Produkte ausführen

BMW erwägt Anstellung von 3000 Leiharbeitern

Der Autohersteller BMW steht laut einem Bericht der "Automobilwoche" kurz davor, Tausende Zeitarbeiter dauerhaft zu übernehmen. "In einem ersten Schritt sollen 3000 Leiharbeiter fest angestellt werden", sagte Willibald Löw, Betriebsratschef bei BMW in Landshut und Mitglied des Aufsichtsrats, der Branchenzeitung. Darauf hätten sich Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter verständigt.

Damit würde der jahrelange Streit zu einem Ende kommen. Der Betriebsrat strebt für 2014 die weitere Übernahme von Leiharbeitern an, das Ziel ist laut Löw eine Zeitarbeiter-Quote von acht Prozent. Das wären dem Bericht zufolge bei 74.500 fest angestellten BMW-Beschäftigten in Deutschland rund 6500 Leiharbeiter. Insgesamt seien nach Gewerkschaftsangaben derzeit rund 12.000 Zeitarbeiter bei BMW beschäftigt.

Anzahl unerwünschter Nachrichten steigt

9 Spam-Mails finden Internetnutzer in Deutschland durchschnittlich pro Tag in in ihren privaten E-Mail-Postfächern. Das zeigt eine am Sonntag veröffentlichte Umfrage im Auftrag des Branchenverbandes Bitkom. Insgesamt landen in Deutschland pro Tag rund 300 Millionen unerwünschte Nachrichten den Weg in die privaten Postfächer - trotz Filtersoftware und Schutzmaßnahmen. Der Ärger mit Spam nimmt dabei dem Verband zufolge offenbar wieder leicht zu. Während vor drei Jahren noch mehr als jeder Vierte (28 Prozent) angab, überhaupt keine Spam-Mail zu bekommen, sagt dies jetzt nur noch jeder Fünfte (19 Prozent). Zudem stieg die Zahl jener Internetnutzer, die täglich sechs bis 20 unerwünschte Nachrichten bekommen, binnen dreier Jahre von 20 auf 24 Prozent.

Deutsche Wirtschaft kann mehr Produkte ausführen

Die Exporte der deutschen Wirtschaft wachsen weiter. Das geht aus dem aktuellen Außenwirtschafts-Report hervor, den der Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) am Sonntag in Berlin veröffentlichte. Im ersten Halbjahr lagen die Ausfuhren demnach deutlich um 4,8 Prozent über dem Vorjahreswert. Allerdings mehrten sich die Anzeichen, dass sich die Entwicklung allmählich abkühle, hieß es. Im weiteren Jahresverlauf sei mit einer nachlassenden Weltkonjunktur zu rechnen, die auch an der Exportwirtschaft nicht spurlos vorübergehen werde, erklärte BDI-Hauptgeschäftsführer Markus Kerber. Der Verband geht 2012 von einem Exportwachstum von mindestens drei Prozent aus. Der Handelsüberschuss betrug im ersten Halbjahr fast sieben Prozent des Bruttoinlandsprodukts.