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Streik kostet Lufthansa Millionen

Schaden Der Streik der Flugbegleiter kommt die Lufthansa teuer zu stehen. Das Unternehmen geht von einem Schaden in Millionenhöhe aus. Die genauen Zahlen seien noch unklar, sagte ein Sprecher des Unternehmens. Aber durch den Dominoeffekt, den der Arbeitskampf ausgelöst habe, sei das "eine Größenordnung, die man ansetzen muss". Eine Lösung des festgefahrenen Tarifkonflikts ist bisher nicht in Sicht. Die Gewerkschaft Ufo droht mit weiteren Streiks. "Wir sind in der Lage, innerhalb kürzester Zeit in ganz Deutschland loszulegen", sagte der Ufo-Sprecher. Wann und wo werde sechs Stunden vorher angekündigt.

Beschuldigungen Beide Seiten forderten am Samstag von der Gegenseite den nächsten Schritt. "Der, der auf uns zugehen muss, ist die Gewerkschaft - unser Angebot liegt auf dem Tisch", sagte der Lufthansa-Sprecher. Ein Ufo-Sprecher sagte: "Wir haben bislang kein akzeptables Angebot der Lufthansa bekommen - und rechnen auch nicht damit." Lufthansa wertet sein Angebot für die Flugbegleiter als ausreichend. Die Gewerkschaft hatte die Lufthansa am Freitag zum ersten Mal für acht Stunden bestreikt - jedoch nur am Frankfurter Flughafen.

Ausfälle Dennoch waren europaweit Hunderte Flüge ausgefallen, Tausende Passagiere gestrandet. Am Samstag entspannte sich die Lage in Frankfurt allmählich. Nach Angaben des Lufthansa-Sprechers konnten die meisten der festsitzenden Fluggäste ihre Reise fortsetzen.