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Deichmann: Schuhhändler will 200 neue Läden eröffnen ++ UBS: Bankern drohen hohe Haftstrafen in New York ++ Ergo: Trotz Sex-Skandals gibt es Reisen zur Belohnung

Schuhhändler will 200 neue Läden eröffnen

Der größte europäische Schuh-Händler Deichmann bleibt auch im laufenden Jahr auf Wachstumskurs "Die Expansion geht weiter", kündigte der Chef des Essener Familienunternehmens, Heinrich Deichmann, an. Im laufenden Jahr sei die Neueröffnung von weltweit netto 200 Läden geplant. Schwerpunkte dabei seien Polen, England sowie die Türkei und die USA. "Darüber hinaus beschäftigen wir uns mit neuen Ländern", sagte Deichmann. Auch in Deutschland will Deichmann 30 zusätzliche Läden eröffnen. Im vergangenen Jahr hatte das in 21 europäischen Ländern und in den USA tätige Unternehmen in 3 175 Filialen einen Umsatz von 4,13 Milliarden Euro erwirtschaftet. In Deutschland betrieb die Deichmann-Gruppe im vergangenen Jahr 1282 Läden. Weltweit verkaufte das Unternehmen 156 Millionen Paar Schuhe.

Bankern drohen hohe Haftstrafen in New York

3 ehemalige Mitarbeiter der Schweizer Großbank UBS haben den amerikanischen Staat betrogen und müssen dafür nun mit hohen Gefängnisstrafen rechnen. Geschworene in New York sahen es am Freitag als erwiesen an, dass die Banker bei einem Komplott mitgemacht haben, um US-Kommunen und andere öffentliche Einrichtungen bei Anleihegeschäften über den Tisch zu ziehen. Die Jury verurteilte das Trio wegen Betrugs in mehreren Fällen. Die drei hätten ihr Spiel über Jahre getrieben und Kommunen im ganzen Land um ihr Geld gebracht, erklärte Scott Hammond vom Justizministerium in Washington. Über die Strafe wird wie bei US-Verfahren üblich zu einem späteren Zeitpunkt entschieden. Es drohen je nach Schwere der Schuld bis zu 30 Jahre Gefängnis oder sogar mehr sowie Geldstrafen bis in den Millionenbereich.

Trotz Sex-Skandals gibt es Reisen zur Belohnung

Der Ergo-Konzern will Versicherungsvertreter trotz des Skandals um eine Lustreise nach Budapest weiter mit Reisen belohnen. "Motivation spielt in jedem Vertrieb eine wichtige Rolle. Deshalb halte ich es auch weiterhin für vertretbar, dass es Motivationselemente wie Wettbewerbe und Incentive-Reisen gibt", sagte Ergo-Chef Torsten Oletzky dem "Focus". Um künftiges Fehlverhalten zu verhindern habe die Tochter der Münchener Rück unter anderem einen eigenen Verhaltenskodex für selbstständige Vermittler erlassen. Im Mai vergangenen Jahres war bekanntgeworden, dass Handelsvertreter der Vertriebsorganisation Hamburg-Mannheimer 2007 eine Sex-Party in Budapest gefeiert hatten. Nun bestätigte Ergo Reisen auf Firmenkosten in ein Swingerhotel auf Jamaika in den Jahren 2009, 2010 und 2011. Zudem wird eine Reise nach Mallorca untersucht.