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Benzin: Tanken im August so teuer wie nie zuvor ++ Vermögensstreit: Quelle-Erbin strebt Vergleich mit ihrer früheren Bank an ++ Glühbirnen: Umwelthilfe will Verbot streng kontrollieren ++ Q-Cells: Noch keine Übereinkunft mit Konzern aus Südkorea

Tanken im August so teuer wie nie zuvor

1,659 Euro kostete im August im Durchschnitt ein Liter Benzin heißt es in einer Schätzung des Mineralölwirtschaftsverbandes (MWV). Im Vergleich zum Vormonat seien dies 5,9 Cent mehr, sagte der MWV der Morgenpost. Ein Sprecher des Verbands sagte, dass der Preis der Rohölsorte Brent seit Ende Juni um gut 30 Prozent gestiegen sei. Grund seien Wartungsarbeiten an Ölplattformen in der Nordsee, die das Angebot verknappten. Ihr Fahrverhalten wollen viele Deutschen aber trotzdem nicht ändern: Nach einer Emnid-Umfrage im Auftrag des "Focus" fahren 45 Prozent der Befragten trotz der gestiegenen Benzinpreise nicht weniger Auto.

Quelle-Erbin strebt Vergleich mit ihrer früheren Bank an

Im Milliardenstreit um den Zusammenbruch von Arcandor strebt Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz einen Vergleich mit ihrer früheren Hausbank Sal. Oppenheim an. "Wir sind in Vergleichsverhandlungen, sagen aber nichts zu deren Stand, den Inhalten oder der Tendenz", zitiert die "Süddeutsche Zeitung" den Schickedanz-Anwalt Peter Rath. Schickedanz hat Verantwortliche bei Sal. Oppenheim und einem der Bank nahestehenden Finanzberater auf eine Milliardensumme verklagt. Schickedanz hatte mit Hilfe von Sal. Oppenheim ihren Anteil am Handelskonzern Arcandor (Karstadt-Quelle) ausgebaut - und sich daran verhoben.

Umwelthilfe will Verbot streng kontrollieren

Die Deutsche Umwelthilfe will das von September an geltende Handelsverbot für traditionelle Glühbirnen mit Leuchtfaden streng überwachen. "Nach dem Stichtag wird es Kontrollbesuche geben", sagte Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch der "Wirtschaftswoche". Händlern, die das Verbot unterliefen, drohte er mit juristischen Schritten und gezielten Kampagnen. Die Umwelthilfe wolle auch Hinweisen aus der Bevölkerung nachgehen und darauf achten, wie die vom Verbot ausgenommenen Speziallampen für Baustellen oder Viehställe vermarktet werden, erklärte Resch.

Noch keine Übereinkunft mit Konzern aus Südkorea

Die Verhandlungen des südkoreanischen Mischkonzerns Hanwha über die Übernahme des insolventen Solarherstellers Q-Cells dauern nach Unternehmensangaben noch an. "Der Deal ist noch nicht abgeschlossen, die Gespräche werden fortgesetzt", sagte ein Vertreter der Hanwha-Gruppe. Ein Kaufvertrag sei bislang noch nicht unterzeichnet worden. Auch ein Sprecher des Insolvenzverwalters von Q-Cells hatte gesagt, der Verkauf sei noch nicht perfekt. Vor einer Unterschrift werde er auch nichts zum Verhandlungsstand sagen. Man habe Stillschweigen vereinbart.