Getreidepreise

Aigner sieht Risiken für Versorgung mit Nahrungsmitteln

Die wegen Dürre in den USA gestiegenen Getreidepreise haben aus Sicht von Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) begrenzte Folgen für deutsche Verbraucher.

- "Getreide selbst macht im Schnitt nur rund vier Prozent des Brotpreises aus", sagte Aigner. Für eine deutliche Anhebung der Preise für Brot und Brötchen gebe die derzeitige Entwicklung der Getreidepreise daher "keine wirkliche Rechtfertigung". Allerdings stiegen Kosten für Öl, Gas und Löhne, was stärker ins Gewicht falle als die Rohstoffpreise. Für Tierhalter zeichneten sich durch teures Getreide aber höhere Futterkosten ab.

Die Ministerin rechnet mit einer weiter angespannten Lage auf den Agrarmärkten. Neben verheerenden Dürre-Auswirkungen auf den Mais- und Sojaanbau in den USA sei die Ernte in anderen wichtigen Regionen für die Welternährung unsicher, etwa am Schwarzen Meer. Die Nachfrage bleibe hoch, Lagerbestände hingegen niedrig. Die Auswirkungen für fast eine Milliarde hungernde Menschen in den Entwicklungsländern sollen daher auch Schwerpunkt von Gesprächen in Brasilien und Argentinien sein, wohin Aigner reist. "Es gibt nach wie vor ausreichend Nahrung für alle Menschen", sagte sie.