Marktbericht

Die erste Dividende

Björn Hartmann über eine Dortmunder Überraschung

Sportlich ist es bei Borussia Dortmund in den vergangenen zwei Bundesliga-Saisons sehr vielversprechend gelaufen, die Fans waren begeistert. Und auch der Geschäftsführer des Klubs freute sich: In der abgelaufenen Saison (30. Juni) setzte Borussia 191,2 Millionen Euro um, nach 136,4 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Der Überschuss vervierfachte sich beinahe auf 34,3 (Vorjahreszeitraum 9,5) Millionen Euro - und dass, obwohl der Klub seine Schulden um 15,5 Millionen auf 40,6 Millionen Euro drückte. Aus wirtschaftlicher Sicht ist die vergangene Saison damit die beste in der 103-jährigen Vereinsgeschichte.

Okay, aber bitte was hat Borussia Dortmund im Marktbericht zu suchen? Der volle Name des Klubs: Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA. Und aA steht für auf Aktien. Borussia ist börsennotiert. Und hier deutet sich ein Novum an: Der Fußballklub zahlt erstmals seit dem Börsengang im Oktober 2000 eine Dividende. Die Höhe steht noch nicht fest, darüber muss die Hauptversammlung befinden. Die Aktionäre, viele davon eingefleischte Fans der Schwarz-gelben freuen sich. Und auch einige Anleger ließen sich von der Nachricht zum Investieren hinreißen: Der Kurs der Aktie legte um 4,22 Prozent auf 2,62 Euro zu.

Anleger der ersten Stunde kann das allerdings noch nicht so recht begeistern, schließlich notierte die Aktie zum Börsengang mit 10,50 Euro, ein Wert, den das Papier seither nicht mehr erreicht hat. Immerhin scheint die Krise vorbei - im März 2009 kostete ein Anteilsschein nur 0,84 Euro.