Versicherungen

Verlaufsbescheide der Rentenkasse regelmäßig prüfen

Verbraucher sollten den Versicherungsverlauf der Rentenversicherung regelmäßig prüfen.

"Dann kann man schon früh feststellen, ob alle relevanten Daten enthalten sind", erklärt Dirk von der Heide von der Deutschen Rentenversicherung Bund in Berlin. Den ersten Versicherungsverlauf bekämen Verbraucher zugesandt, sobald sie das 27. Lebensjahr vollendet hätten und fünf Jahre in die Rentenkasse eingezahlt haben. Danach erhielten sie den Versicherungsverlauf regelmäßig.

Hintergrund sind Fehler bei Berechnung Tausender Renten.

Das Bundesversicherungsamt hatte in seinen Tätigkeitsberichten 2010 und 2011 darauf hingewiesen, dass in bestimmten Fällen Kinderzuschläge bei Hinterbliebenenrenten sowie Entgelte für die Berufsausbildung nicht korrekt erfasst wurden. Nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung Bund sollen die Fehler inzwischen korrigiert worden sein.

Arbeitszeiten werden laut von der Heide automatisch an die Rentenversicherung gemeldet. Anders bei Studien- oder Schulzeiten: "Hier müssen Verbraucher selbst aktiv werden und diese Zeiten mit den entsprechenden Nachweisen melden, wenn sie nicht im Versicherungsverlauf auftauchen." Auch Kindererziehungszeiten werden nicht automatisch erfasst. Dies geschehe erst, wenn die Eltern einen Antrag gestellt haben.

Ein kritischer Blick auf den Versicherungsverlauf lohnt sich in jedem Fall. Zwar wirkten sich etwa Studienzeiten nicht auf die Höhe der Rente aus. Allerdings könnte die Anerkennung des Studiums beispielsweise helfen, die Voraussetzung für einen früheren Renteneintritt zu erfüllen. "Wer Versicherungszeiten von 35 Jahren nachweisen kann, kann ab 63 Jahren in Rente gehen."