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Friedrich prüft Gesetzesinitiative gegen Cybercrime

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) sorgt sich aufgrund einer steigenden Zahl von Attacken aus dem Internet um die Sicherheit von Behörden und Unternehmen.

- Aus diesem Grund prüft der Minister die Notwendigkeit eines neuen Gesetzes. "Wir stellen fest, dass das Ausmaß und die Schwere von Cyber-Angriffen auf staatliche Institutionen und Unternehmen weiter zunimmt", sagte Friedrich. Ziel der feindlichen Aktivitäten sei Sabotage und Spionage.

Der Minister führt derzeit Gespräche mit verschiedenen Branchen zu dem Thema. Vor allem gehe es um die Ausarbeitung und Einhaltung notwendiger Sicherheitsstandards: "Viele Branchen verfügen bereits über eigene IT-Sicherheitskonzepte. Aber möglicherweise gibt es noch die eine oder andere Lücke, die wir schließen müssen." Der Innenminister kündigte daher an: "Ob wir ein neues IT-Sicherheitsgesetz brauchen und mit welchen Regelungen, werde ich am Ende meiner Gespräche entscheiden."

Experten zufolge werden allein Institutionen des Bundes zwischen drei bis fünf Mal pro Tag aus dem Cyberspace angegriffen. Die Aggressoren und Spione haben es vor allem auf Bereiche abgesehen, die sich mit Wirtschaft, Forschung und Innovation befassen. Sie interessieren sich für Geldflüsse, politische Strategien und technisches Know-how.