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WirtschaftsNews II

Kaffee: Nestlé-Konkurrenz darf Nespresso-Imitate verkaufen ++ Google: Konzern bietet Bezahlfilme jetzt in Deutschland an ++ Fluggesellschaften: Schadenersatzklage gegen Fluglotsen gescheitert ++ Schmiergeld-Affäre: Ehemaliger MAN-Manager weist Vorwürfe zurück ++ Apple: Computerkonzern arbeitet in den USA an Fernsehboxen

Nestlé-Konkurrenz darf Nespresso-Imitate verkaufen

Kaffeetrinker in Deutschland können weiter nachgemachte Kapseln für Nespresso-Maschinen kaufen und damit Geld sparen. Das Düsseldorfer Landgericht wies in zwei Eilverfahren Patentklagen Nestlés ab, mit denen der Lebensmittelkonzern Konkurrenten am Verkauf ihrer preiswerteren Nachahmerprodukte in Deutschland hindern wollte. Betron und Ethical Coffee Company bieten ihre Kapseln um bis zu einem Drittel billiger an als Nestlé die Originalkapseln. Die Nespresso-Maschine sei patentgeschützt, die Kaffeekapseln jedoch nicht deren funktionales Herzstück, sagten die Richter.

Konzern bietet Bezahlfilme jetzt in Deutschland an

Der Internetkonzern Google bietet über seine Online-Plattform Google Play nun auch in Deutschland Spielfilme zum Ausleihen an. Derzeit stehen etwa 600 bis 700 Filme zur Verfügung, wie Google-Manager Alexander Goethel in London sagte. Die Filme kosten zwischen 2,99 Euro und 4,99 Euro. Bislang konnten die deutschen Nutzer bei Google Play lediglich Apps und Bücher herunterladen. Die Filme können online oder auf Handys und Tablets mit Googles Betriebssystem Android angesehen werden. Auch Apple, Maxdome, Media Markt und Videoload bieten solche Dienste an.

Schadenersatzklage gegen Fluglotsen gescheitert

Die Streikankündigungen des vergangenen Jahres haben keine Folgen für die Fluglotsen. Das Arbeitsgericht Frankfurt/Main wies eine Klage von Lufthansa, Air Berlin und Ryanair auf 3,2 Millionen Euro Schadenersatz ab. . Denn der angekündigte Ausstand der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) habe sich nicht gegen die Fluggesellschaften, sondern gegen den Tarifpartner der Lotsen, die Deutsche Flugsicherung (DFS), gerichtet. Klägeranwalt Thomas Ubber prüft die Berufung.

Ehemaliger MAN-Manager weist Vorwürfe zurück

Im Schmiergeldprozess gegen das ehemalige MAN-Vorstandsmitglied Anton Weinmann hat der Angeklagte vor dem Landgericht München die Vorwürfe gegen sich als "absurd" und "grob unwahr und verleumderisch" bezeichnet. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 56-Jährigen vor, von Schmiergeldzahlungen in Höhe von 1,9 Millionen Euro gewusst und nicht genügend dagegen unternommen haben. Ihm drohen eine Geldstrafe und bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe.

Computerkonzern arbeitet in den USA an Fernsehboxen

Apple versucht offenbar erneut, sich im Wohnzimmer seiner Kunden weiter auszubreiten. Das "Wall Street Journal" berichtete, Apple wolle Live-Fernsehsendungen und andere Inhalte über eigene Set-Top-Boxen anbieten, und verhandle darüber bereits mit einigen der größten Kabelanbieter in den USA. Eine Einigung gebe es aber offenbar noch nicht. Apple hat bereits eine Set-Top-Box im Angebot, AppleTV. Mit ihr können aber nur Medieninhalte wie Videos oder Fotos auf Fernseh-Bildschirmen angezeigt werden, die im Internet verfügbar sind.