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Kraft Foods: Nahrungsmittelkonzern wird in zwei Teile zerlegt ++ Mifa: Grace-Übernahme treibt das Geschäft mit E-Bikes ++ Diamanten: De Beers verlegt Handel nach Botsuana

Nahrungsmittelkonzern wird in zwei Teile zerlegt

Kraft Foods trennt das nordamerikanische Lebensmittelgeschäft vom internationalen Geschäft ab. Der nordamerikanische Teil behält den traditionellen Namen und unter anderem die Marke Philadelphia. Der Unternehmensteil machte 2011 einen Umsatz von rund 18 Milliarden Dollar. Der andere, größere Teil von Kraft wird ab 1. Oktober Mondelez heißen, am 2. Oktober soll er in New York an die Börse gehen. Zu Mondelez gehören dann zum Beispiel die Marken Milka und Toblerone. Mit diesen Marken setzte Kraft 2011 35 Milliarden Dollar um. Kraft Foods betreibt in Neukölln seine weltweit größte Fabrik zur Herstellung von Kaffee. 250 Menschen arbeiten an der Nobelstraße.

Grace-Übernahme treibt das Geschäft mit E-Bikes

Die Mitteldeutsche Fahrradwerke AG (Mifa) profitiert vom Boom bei Elektro-Fahrrädern. Das Unternehmen aus Sangershausen im Harz verkaufte im ersten Halbjahr 37.000 E-Bikes, zwei Drittel mehr als im Vorjahr. Die Zahl der verkauften Fahrräder ging dagegen um fast neun Prozent auf 442.000 zurück. Dank der Nachfrage nach den Elektrorädern stieg der Umsatz in den ersten sechs Monaten auf 80 Millionen Euro, der Gewinn lag mit knapp 6,4 Millionen Euro über dem Vorjahreswert. Mifa hatte im März den Berliner E-Bike-Hersteller Grace übernommen, dessen Produktion jetzt nach Sangershausen verlegt wird.

De Beers verlegt Handel nach Botsuana

Der größte Diamantenhändler der Welt hat begonnen, sein Rohdiamanten-Geschäft von London nach Botsuana zu verlagern. Als ersten Schritt begann De Beers damit, das Sortieren der rohen Edelsteine in die Hauptstadt Gaborone zu verlagern. Ab Ende 2013 will das Unternehmen dann alle Rohdiamanten über Gaborone verkaufen. Bisher waren Verkauf und Sortierung in London ansässig.

Nach Angaben des Vorstandes Philippe Mellier würde Gaborone damit zum weltweit führenden Zentrum für den Handel mit Rohdiamanten. Künftig würden demnach Steine im Wert von rund sechs Milliarden Dollar (4,8 Milliarden Euro) über das südafrikanische Land verkauft.